Sehenswürdigkeiten in Essen

Reiseführer Ruhrgebiet

Eine Stadt mit zwei Gesichtern: Das Nordgesicht ist auch heute noch gezeichnet vom Bergbau, obwohl hier bereits 1986 der „Deckel auf den letzten Pütt” kam.

Noch immer überragen Schornsteine und Fördergerüste der Zeche Zollverein die Stadt, aber sie sind zu Symbolen für einen Neuanfang geworden.

Das Südgesicht Essens ist der Ruhr zugewandt: Wäldchen, sanfte Hänge über dem Fluss, Villenviertel. Die Fachwerkorte Werden und Kettwig bilden den südlichen Rand dieser kontrastreichen Stadt. In der Mitte liegt Essens Dienstleistungszentrum mit den typischen Einkaufsstraßen. Nicht zu übersehen sind die Bürotürme großer Konzerne, die sich zu einer protzigen Skyline formieren: Die „Kulturhaupstadt 2010“ (580 000 Ew.) demonstriert nicht nur hier, dass es schon lange keine Bergbaustadt mehr ist.


Inhaltsverzeichnis


Top Sehenswürdigkeiten in Essen

Design Zentrum NRW Essen


Design Zentrum NRW

Untergebracht im alten Zollverein-Kesselhaus, das nach Plänen des Architekten Sir Norman Foster hergerichtet wurde. Vor der Kulisse der alten Kessel ist preisgekröntes Produktdesign ausgestellt – vom Besteck über die Sägemaschine bis zur Badezimmerkeramik.

Di–So 11–18 Uhr | Gelsenkirchener Str. 181 | Halle 7 | www.red-dot.de



Kokerei & Zeche Zollverein

Fast 1 km lang ist die Anlage der Kokerei – ein recht junges Industriedenkmal, wurde sie doch erst 1993 stillgelegt, nach gut 30 Jahren Betrieb. In 304 aneinandergereihten Koksöfen wurde Kohle rund 24 Stunden lang bei über 1000 Grad „gebacken”, um Koks als wichtigen Grundstoff für die Roheisenproduktion herzustellen. Fast 100 m hoch sind die Schornsteine. Die alten, siloartigen Bunker sind heute Ausstellungsfläche. Der Besuch lohnt, wenn gerade eine Ausstellung läuft; oder Sie machen einen geführten Rundgang. Nachts verwandelt sich diese Landmarke durch Beleuchtung in eine rotglühende Skulptur. Im Lager der Salzhalle wartet die spannende Ausstellung „Palast der Projekte“ des russisch-amerikanischen Künstlers Ilya Kabakov.

Im Sommer lädt hier ein Minifreibad in Containern im Schatten der Schornsteine zum Sprung ins kühle Nass ein. Im Winter wird das 600 m lange Wasserbecken unterhalb der Koksofenbatterie zu einer Schlittschuhbahn.
Arendahls Wiese | Tel. 0201 246810

Die Anlagen der Zeche Zollverein und der gleichnamigen Kokerei gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Der Anblick des riesigen Doppelbock-Fördergerüsts von Schacht 12 der Zeche ist für Ruhrgebietsanfänger überwältigend. Umgeben ist der Turm von denkmalgeschützter Architektur: Gebäudekuben aus Stahlfachwerk und Backstein, sehr schlicht, sehr elegant, sehr funktional. 1928–32 wurde diese Kathedrale der Industriekultur errichtet. Bei der Eröffnung war sie die größte und modernste Zeche der Welt. In alle Hallen ist mittlerweile neues Leben eingekehrt: Das Besucherzentrum für die Route der Industriekultur befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche.

Übrigens: Nur ein einziger Abschnitt der Zeche ist so gut wie unverändert geblieben: der Wagenumlauf unter dem Förderturm, heute Museumspfad Zollverein. Hier liegt noch Kohle in der Luft, und besser als in Begleitung eines echten alten Bergmanns lässt sich die Kohlevergangenheit kaum wieder zum Leben erwecken, also sollten Sie unbedingt eine Führung buchen.
Gelsenkirchener Str. 181 | Tel. 0201 246810 | www.zollverein.de

Moderner Tanz mit sehenswerten Programmen ist ebenfalls auf dem Gelände zu sehen. Internationale Uraufführungen, offene Profitrainings u. v. m. sind für Tanzfans ein Muss!
Pact Zollverein | Choreographisches Zentrum NRW | Bullmannaue 20 | Tel. 0201 2894700 | www.pact-zollverein.de

Margarethenhöhe Essen

Margarethenhöhe

Eine mustergültige Gartenstadt! Namensgeberin und Stifterin war Margarethe Krupp. Gebaut wurde dieses südländisch anmutende Gesamtkunstwerk des Wohnungsbaus ab 1909. Wechselnde Straßenbilder, Laubengänge, Gärten, begrünte Häuschen, ein Marktplatz mit Brunnen auf 115 ha Fläche, von denen 50 ha Grünfläche sind.

Zugang über die Sommerburgstraße | Führungen: www.die-buergerschaft-margarethenhoehe.de



Ruhrmuseum

Naturhistorie trifft Kulturgeschichte. Dafür kann es keinen besseren Platz als den Ort geben, wo der Rohstoff zur Ressource wurde: In der Kohlenwäsche auf Zollverein erzählt das Ruhr-Museum mit seinem in 100 Jahren gewachsenen Sammlungsbestand die faszinierende Geschichte einer der größten Industrieregionen der Welt.

Tgl. 10–18 Uhr | Gelsenkirchener Str. 181 | www.ruhrmuseum.de

Museum Folkwang Museum

Museum Folkwang

„Das schönste Museum der Welt”: Mit dieser Ausstellung startete das Folkwang-Museum – berühmt für seine Sammlung deutscher und französischer Malerei des 19. Jhs. – kurz nach der Neueröffnung Anfang 2010 richtig durch.

Viel Lob gab’s auch für das architektonische Konzept von David Chipperfield, das den Altbau mit Innenhöfen und Wandelhallen ergänzt. In den neuen Räumlichkeiten rückt auch das Deutsche Plakat-Museum ins Blickfeld. Aus einem Fundus von mehr als 340 000 Plakaten aus Politik, Wirtschaft und Kultur werden spannende Sonderausstellungen bestückt.

Ein weiterer Schatz ist die Fotografische Sammlung mit mehr als 60 000 Fotografien von ca. 1300 Fotografen des 19.–21. Jhs.

Di–So 10–18 Uhr (Do/Fr bis 20 Uhr) | Museumsplatz 1 | www.museum-folkwang.de



Schurenbachhalde

Kein Geringerer als der amerikanische Künstler Richard Serra hat das kahle, schwarze, gewölbte Gipfelplateau der Halde in Altenessen mit einer Skulptur veredelt: Die „Bramme“ aus Stahl ragt 15 m aus dem Boden in den Himmel.

Die Halde bietet bei klarem Wetter eine wunderbare Aussicht und ist bequem zu erreichen über eine Stahltreppe von der Emscherstraße aus.

Villa Hügel Essen

Villa Hügel

Weniger eine Villa, vielmehr ein Schloss hat Alfred Krupp um 1873 nach seinen eigenen Plänen als Wohnsitz für seine Familie errichten lassen – ein schönes Beispiel für die Verwandlung von Kohle in „Kohle“. Eingebettet ist das Bauwerk mit seinen 8100 m2 Wohnfläche samt diverser Nebengebäude in einen 28 ha großen, wunderschönen alten Park, der zur Ruhr hin abfällt.

Zu Konzerten und großen Ausstellungen werden die Säle der Villa geöffnet. Ansonsten müssen Sie am Parkeingang (tgl. 8–20 Uhr) ein minimales Eintrittsgeld bezahlen und können dafür eine der beiden Dauerausstellungen zur Firmen- und zur Familiengeschichte besuchen.

Di–So 10–18 Uhr | Haraldstraße | Tel. 0201 616290 | www.villahuegel.de


Top Bewertungen

in Essen

Gänsemarkt 44-48
45127 Essen, Stadtkern
Am Handelshof 5
45127 Essen, Stadtkern
Zimmer reservieren 2
Krayer Str. 251
45307 Essen, Kray

 

 

Altendorfer Str. 313
45143 Essen, Altendorf
Termin anfragen 3
Hufelandstr. 76
45147 Essen, Holsterhausen
Termin anfragen 3
Ernestinenstr. 116
45141 Essen, Stoppenberg

Freizeit & Sport in Essen


Baldeneysee

In Essens Süden ist die Ruhr gestaut: Rund um den Baldeneysee lässt sich herrlich skaten und Rad fahren. Die durchgängig geteerten Straßen am Südufer eignen sich dafür am besten. Kanu oder Ausflugsdampfer? Auf dem See geht (fast) alles – eine besonders schöne kleine Schiffsreise ist die etwa sechsstündige 5-Schleusen-Fahrt zwischen Rhein-Herne-Kanal und Baldeneysee mit der Weißen Flotte.

Zugang: Neukirchener Mühle/Hardenbergufer | www.baldeney-see.de



Gruga

Ein würdevoller alter Park, der 1929 aus der „Großen Ruhrländischen Gartenbauausstellung“ hervorging. Rosenrabatten, Tulpen- oder Dahlienbeete und Gewächshäuser erstrecken sich hinter der großen Veranstaltungshalle der Gruga. Außerdem gibt es hier gesunde Sole-Inhalationen im Gradierwerk und gleich drei Restaurant-Cafés.

Tgl. 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit | Külshammer Weg 32 | www.grugapark.de


Essen am Abend


Disco Hotel Shanghai

Ein liebevoll im asiatischen Stil eingerichteter Club, der aus der Essener Electro-Szene nicht mehr wegzudenken ist. Ein Balkon über der langen Theke gewährt guten Blick auf die Tanzfläche.

Fr/Sa u. vor Feiertagen ab 23 Uhr | Steeler Str. 33 | www.hotelshanghai.de



Folkwang Universität der Künste

Aus ihr sind berühmte Tänzer, Regisseure und Musiker hervorgegangen. Pina Bausch ist vielleicht die Berühmteste. In der ehemaligen Werdener Abtei gelegen, wird in der Aula, im Kammermusiksaal und im Schauspielstudio Programm geboten.

Klemensborn 39 | Kartenbestellung: Tel. 0201 4903231 | www.folkwang-hochschule.de



Philharmonie Essen

Internationale Künstler gastieren in diesem Konzerthaus, das eine ausgezeichnete Akustik auf allen 1500 Plätzen besitzt.

Huyssenallee 53 | Tel. 0201 8122810 | www.philharmonie-essen.de



„Rü“

So nennen die Essener liebevoll die Rüttenscheider Straße. Alteingesessene und ganz neue Kneipen – hier trifft sich die Essener Szene jedes Alters.

Anfahrt mit der Straßenbahn bis Martinstraße



Zeche Carl

Malakowturm, Maschinenhalle und Kasinogebäude stehen noch und haben sich den Ruf eines überregional bekannten jungen Kulturzentrums erworben, mit Kneipe, Disko und Konzerten.

Wilhelm-Nieswandt-Allee 100 | Tel. 0201 8344410 | www.zechecarl.de


Essen mit Kindern

 

Erfahrungsfeld der Sinne

Der Pädagoge und Anthroposoph Hugo Kükelhaus hat mit seinem Erfahrungsfeld der Sinne einen Parcours entwickelt, der die Fernseh- und Computergeneration zurückführt auf das, was sie verkümmern lässt: riechen, schmecken, tasten, lauschen, fühlen. Dieser Parcours ist in einer sehr schönen kleinen Maschinenhalle auf Zollverein Schacht 3/7/10 untergebracht.

Auf einem schwingenden Stein sitzen, erleben, was für verrückte Muster die Schwingungen eines Schlagzeugbeckens erzeugen, oder sich an dem Farbenspiel freuen, das die Lichtbrechung in einem Prisma erzeugt.

Mo–Fr 9–18, Sa/So 10–18 Uhr | Dornbuschhegge/Am Handwerkerpark 8–10 | Essen | Eintritt 7 Euro, Kinder 3–6 Euro | Tel. 0201 301030 | www.erfahrungsfeld.de

 


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Museum Folkwang - mauritius images / Joachim Jockschat

Villa Hügel - mauritius images / Walter Bibikow