Reiseführer Frankfurt

Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main

 

Vieles kann man Frankfurt nachsagen – eines sicher nicht: Dass es typisch deutsch ist. Europäische Metropolen wie London, Paris oder Madrid werden als Vergleich herangezogen, mancher zitiert sogar New York – auch diese Stadt ist nicht unbedingt typisch für ihr Land. Tatsächlich hat die Mainmetropole einiges mit der großen Schwester am Hudson gemeinsam, angefangen von der einzigartigen Silhouette über das reiche Kulturangebot und das ausgedehnte Grün bis hin zur ethnischen Vielfalt ihrer Bewohner – auch wenn Frankfurt, der vielleicht wichtigste Unterschied, eine Metropole im Miniformat ist: Alles ist überschaubar, fast alles zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.

Wenn Sie Frankfurt besuchen, erwartet Sie eine spannende Mischung aus Alt und Neu, aus Tradition und Moderne. Das gilt für die Architektur der Stadt ebenso wie für ihre Atmosphäre. Hochhausskyline und Fachwerkidylle liegen dicht beieinander; Kaiserdom, der Römerberg mit dem namensgebenden Rathaus und den wiedererbauten Fachwerkhäusern der Ostzeile, die Schirn Kunsthalle, die nicht nur hochkarätige Ausstellungen zeigt, sondern immer regelmäßiger auch Partys und Kunstnächte veranstaltet, die Paulskirche, in deren Mauern die deutsche Demokratie das Licht der Welt erblickte, und die wahlweise geliebte oder gehasste Neue Altstadt, ein komplett neues Quartier, das die städtischen Strukturen des Vorkriegs-Frankfurts nachempfinden will. Und, nicht zu vergessen, auch Museen für so gut wie jedes Interesse.


Inhaltsverzeichnis


Top Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main

Hauptwache Skyline Frankfurt

 

Hauptwache

Wo früher mal ein Wachlokal und Gefängnis war, zog bereits 1905 ein Café ein. Außerdem markiert die Hauptwache das Zentrum des städtischen Nahverkehrs: Unter ihr liegt der wichtigste U-Bahnknoten Frankfurts. Für dessen Bau wurde das Ensemble komplett ab- und nach zwei Jahren, 1968, originalgetreu wieder aufgebaut. Geschichtliche Bedeutung erlangte die Hauptwache durch den Wachensturm 1833, als junge Revolutionäre ein Signal zur Errichtung einer Republik geben wollten.

An der Hauptwache 15 | U-/S-Bahnen Hauptwache

 

Goethehaus und -museum

Eine der wichtigsten Dichtergedenkstätten Deutschlands. Am 28. August 1749 erblickte Johann Wolfgang von Goethe im Großen Hirschgraben 23 das Licht der Welt. Sein Elternhaus brannte allerdings im Zweiten Weltkrieg völlig aus; das heutige Gebäude ist eine Rekonstruktion. Die Einrichtung jedoch spiegelt die typische bürgerliche Wohnkultur im Spätbarock. Schreibtisch und Arbeitspult im „Dichterzimmer“ sind gerettete Originale. Das benachbarte Goethemuseum birgt zahlreiche Handschriften und Gemälde aus der Goethezeit. Die vierzehn Räume der Bildergalerie zeigen Werke sowohl Frankfurter Maler als auch bedeutender Künstler des deutschsprachigen Raums wie Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, Angelika Kauffmann, Johann Wilhelm Tischbein u. a.

Mo–Sa 10–18, So 10–17.30 Uhr, Führungen tgl. 14 und 16, So auch 10.30 Uhr, Gemäldesammlung Mi 15 Uhr | Großer Hirschgraben 23 | 7 Euro, mit Sonderausstellung 10 Euro | www.goethehaus-frankfurt.de | U-/S-Bahnen Hauptwache

Weitere Exponate der Sammlung des Freien Deutschen Hochstifts, darunter auch historische Handschriften und Briefe, bilden den Grundstock für das Deutsche Romantik-Museum (deutsches-romantik-museum.de), das zurzeit auf dem Gelände der sogenannten Goethe-Höfe entsteht.

Kaiserdom

Hervorgegangen aus der karolingischen Salvator-Kapelle (852), war die St.-Bartholomäus-Kirche seit dem Mittelalter Wahlort der deutschen Könige. Von 1562 an wurden in ihr zehn deutsche Kaiser gekrönt. Das brachte ihr die Ehrenbezeichnung Dom ein – obwohl sie kein Bischofssitz war und bis heute nicht ist. 1867 brannte der gotische Hallenbau nieder; sämtliche Glocken schmolzen. Im Stil der Neugotik baute man ihn 1880 wieder auf. Erst damals wurde auch der 96 m hohe a Turm vollendet, zu dessen Spitze 332 Stufen führen. Der Zweite Weltkrieg brachte erneut schwere Schäden am Dom; erst 1953 war er wiederhergestellt. Die historischen Ausmalungen wichen dabei schlichtem Weiß. Seit der Restaurierung zur 1200-Jahr-Feier Frankfurts 1994 bestimmt nun kräftiges Ziegelrot nach mittelalterlichem Vorbild die Wände und Pfeiler. Im Zuge dieser Restaurierung wurden im Dom auch archäologische Grabungen durchgeführt. Dabei entdeckten die Experten das Grab eines merowingischen Mädchens. Ihre Grabbeigaben sind im Dommuseum (Di–Fr 10–17, Sa/So 11–17 Uhr | www.dommuseum-frankfurt.de) ausgestellt.

Zu den Schätzen im Inneren der Kirche zählen der Bartholomäus-Fries (15. Jh.), das Chorgestühl (Mitte 14. Jh.), der Maria-Schlaf-Altar (1434) sowie die Kreuzigungsgruppe (1509). Vor dem Dom finden sich im archäologischen Garten die ältesten Spuren Frankfurts: Reste eines römischen Militärlagers mit Thermen sowie der karolingischen Königspfalz. Sa–Do 9–20, Fr 13–20 Uhr | Domplatz 1 | 3 Euro 

U 4/5 Dom/Römer

 

Museum für Moderne Kunst (MMK)

„Tortenstück“ nennen die Frankfurter den dreieckigen Bau von Hans Hollein, der zur Heimat wurde für hochkarätige Werkgruppen amerikanischer und europäischer Kunst der 1960er-Jahre aus der Sammlung Ströher. Diese Werke (u. a. Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, Joseph Beuys) wurden ergänzt durch eine Kollektion internationaler zeitgenössischer Kunst. Im gegenüberliegenden Alten Zollamt zeigt das MMK wechselnde Arbeiten aus der allerjüngsten Generation. Neueste Dependance ist seit 2014 eine Etage im Taunusturm, in der Ausstellungen zu aktuellen Themen gezeigt werden.

Di/Do–So 10–18, Mi 10–20 Uhr | Domstr. 10 | 12 Euro | www.mmk-frankfurt.de | U 4/5 Römer

Paulskirche Frankfurt

Paulskirche

Kein Gotteshaus, sondern ein politisches Denkmal: als Stätte der ersten Deutschen Nationalversammlung 1848. Fast 800 Parlamentarier kamen hier an der Stelle des einstigen Barfüßerklosters zusammen, um Deutschland eine liberale Verfassung zu geben. Ein Monumentalfries (32 m) des Berliner Malers Johannes Grützke erinnert seit 1991 mit historischen, zeitgenössischen, allegorischen und anekdotischen Szenen an den Einzug der Volksvertreter in die 1833 geweihte Saalkirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg nicht originalgetreu rekonstruiert und Ende der 1980er-Jahre erneut verändert, wird die Paulskirche heute vor allem für wichtige nationale Ehrungen genutzt: die Verleihung des Goethepreises z. B. oder des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Im nüchternen Plenarsaal hängen die Flaggen aller Bundesländer.

Tgl. 10–17 Uhr außer bei Veranstaltungen | Paulsplatz 11 | U 4/5 Dom/Römer | Straßenbahn 11 Römer

 

Römerberg

Zentraler Platz der Frankfurter Altstadt, die bis zu ihrer Zerstörung kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihren mehr als 2000 Gebäuden als die größte noch in mittelalterlichen Formen erhaltene in Deutschland galt – obgleich viele Häuser erst im 17. und 18. Jh. erbaut worden waren. Auf dem leicht abschüssigen Areal, früher auch Samstagsberg genannt, wurden seit dem 9. Jh. Märkte und Kundgebungen abgehalten, Turniere ausgefochten und Feste gefeiert. Besonders gestaltete Pflastersteine erinnern z. B. vor der Alten Nikolaikirche an die historische Ochsenküche, in der nach der Kaiserkrönung jeweils zwei Tage ein ganzer Ochse am Spieß gebraten wurde.

Im 16. Jh. stand der Römerberg in dem Ruf, der schönste Platz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zu sein. Heute wird die „gudd Stubb“ Frankfurts neben Römer und Nikolaikirche geprägt durch die 1986 nach historischen Plänen wiederaufgebauten Fachwerkhäuser der Ostzeile und des Schwarzen Sterns. Jedes dieser Gebäude ist ein typischer Vertreter mainischer Fachwerkbauweise. Sie heißen (von links): Großer Engel (hier wurde im 17. Jh. die erste Bank Frankfurts gegründet), Goldener Greif, Wilder Mann, Kleiner Dachsberg, Großer und Kleiner Lauberberg. Restaurants und ein Minicafé logieren in ihren Erdgeschossen. Schon früher florierte an dieser Stelle eine Apfelweinwirtschaft namens Heyland. Sie veranlasste die Einheimischen, auf die Frage nach dem höchsten Berg der Welt schelmisch zu antworten: „Der Römerberg – weil es von dort nur noch eine Stufe zum Heyland ist.“

In der Mitte des Römerbergs erhebt sich der Gerechtigkeitsbrunnen, der Justitia mit unverbundenen Augen, Waage und Schwert zeigt. Er sprudelt seit der Krönung von Kaiser Matthias im 16. Jh.; damals floss aus ihm Wein. Wenige Schritte mainwärts erinnert eine Plakette im Kopfsteinpflaster an die Bücherverbrennung 1933 durch die Nationalsozialisten auf dem Platz. Rechts Richtung Flussufer erhebt sich am Fahrtor das Haus Wertheym, das einzige vom Bombenhagel 1944 verschonte Fachwerkgebäude des Römerbergs. An der Südflanke des Areals für den Neubau des Historischen Museums liegen Turm und Kapelle des restaurierten Saalhofs, eines königlichen Burghofs aus der Stauferzeit, der als Ersatz für die Karolingerpfalz am Main entstand. In der Saalgasse konnten namhafte Architekten auf mittelalterlichen Parzellen die Formensprache der 1980er-Jahre realisieren.

Zwischen Ostzeile, Dom und Braubachstraße entstand die Neue Altstadt mit dem Stadthaus am Markt über den römischen Ausgrabungen, der Rekonstruktion historischer Häuser – darunter der „Esslinger“, einst Wohnhaus von Goethes „Tante Melber“ – und Neubauten. Eine steinerne Pergola fungiert als architektonische Klammer und verweist auf den Verlauf der mittelalterlichen via regia, des Krönungswegs zum Dom.

Schirn Kunsthalle

„Kegelbahn“ tauften die Einheimischen die lang gestreckte Ausstellungshalle. Ihre eigenen Schauen und die aus renommierten Häusern wie dem Musée d’Orsay, der Eremitage oder dem Guggenheim-Museum übernommenen Ausstellungen widmen sich vorwiegend der bildenden Kunst. Nicht so viel Zeit? In der Rotunde (Eintritt frei) gibt’s Kunst in Form von wechselnden Installationen. Interessant designt ist das Museumsrestaurant Badias (Mo geschl. | Tel. 069 98669969 | badias.de ), in dem Sie bei teils arabisch angehauchten Köstlichkeiten die vielen Eindrücke verdauen oder gleich zum Sonntagsbrunch kommen können.

Di/Fr–So 10–19, Mi/Do 10–22 Uhr | Römerberg 6 | 9–14 Euro (ausstellungsabhängig) | www.schirn.de | U 4/5 Römer

 

Deutsches Filmmuseum

Film ab! Wie die Hollywoodstars aufs Zelluloid bzw. Chip und der Film auf die Leinwand kommt, erfahren Sie hier im Überblick. Das zugehörige  Kino bietet ein erstklassiges Programm mit wechselnden Retrospektiven. Ergänzt wird die ebenso umfangreiche wie spannend präsentierte Sammlung in der sanierten und ausgebauten Jahrhundertwendevilla regelmäßig durch thematische Sonderausstellungen.

Di, Do–So 10–18, Mi 10–20 Uhr | Schaumainkai 41 | 6 Euro, Sonderausstellung 7 Euro | www.deutsches-filminstitut.de | U 1–3/8 Schweizer Platz

 

Städel-Museum

Alte Meister und Werke der Moderne stehen im „Städel“ in einem spannenden Dialog. Berühmte Vertreter der Vergangenheit sind u. a. Jan van Eyck, Johann Heinrich Tischbein, Auguste Renoir und Edouard Manet; die frühe Moderne vertritt eindrucksvoll Max Beckmann. Wechselnde Sonderausstellungen bereichern die ständige Sammlung, deren historischer Kern der Stiftung des Frankfurter Kaufmanns und Kunsthändlers Johann Friedrich Städel zu verdanken ist. 2011 erhielt das Städel einen spektakulären Erweiterungsbau – unterirdisch, mit Lichtdomen im Rasen des Gartens.

Di/Mi, Sa/So 10–18, Do/Fr 10–21 Uhr | Schaumainkai 63 | 14 Euro | www.staedelmuseum.de | U 1–3/8 Schweizer Platz | Straßenbahn 15/16 Otto-Hahn-Platz

 

Hochhäuser/ Bankenviertel

Noch in den 1950er-Jahren war der Kaiserdom mit 96 m das höchste Gebäude der Stadt. Heute prägen fast hundert Hochhäuser deren Skyline, einige ragen gut 300 m in den Himmel. Bei den jüngsten zeigten die Architekten zwar wieder mehr Bescheidenheit, der Westhafen­tower etwa (in dem viele gern ein typisches geripptes Apfelweinglas erkennen) misst nur 99 m, das Gallileo-Haus der Dresdner Bank am Jürgen-Ponto-Platz 136 m und der Skyper an der Taunusanlage 151 m. Der Tower 185 an der Messe bringt es immerhin auf 200 m, der Taunusturm auf 170 m und der Skytower der EZB im Osten auf 185 m. Doch im neuen Europaviertel an der Messe, das 2019 fertig sein soll, besteht Baurecht für weitere Türme, darunter jenen mit dem Arbeitsnamen Millenniumtower mit bis zu 369 m Höhe. Er könnte die bisherige Spitze Frankfurts (und Deutschlands), Sir Norman Fosters 259 m hohen Commerzbank Tower (Große Gallusstr. 17–19), der mit Antenne 300 m misst, übertrumpfen und wird dann Europas dritthöchstes Bauwerk sein – nach dem Shard-London-Bridge-Turm und dem Moskauer Mercury City Tower. Das Gros der Frankfurter Wolkenkratzer konzentriert sich im Bankenviertel zwischen Alter Oper und Hauptbahnhof. Es sind meist Bürogebäude, deren Inneres nicht besichtigt werden kann.

Als bislang einziges Hochhaus bietet der Main Tower (So–Do 10–21, Fr/Sa 10–23, im Winter bis 19 bzw. 21 Uhr, wetterbedingte Schließungen möglich | Neue Mainzer Str. 52–58 | 7,50 Euro | www.maintower.de) auf 200 m eine  Besucherplattform – lassen Sie sich diesen Ausblick nicht entgehen!

 

Hauptfriedhof

Als englische Parkanlage konzipierte Stadtgärtner Sebastian Rinz den 1828 eröffneten Totenacker. Hinter dem klassizistischen Säulenportal liegen illustre Persönlichkeiten begraben, u. a. die Philosophen Arthur Schopenhauer und Theodor W. Adorno, Mundartdichter Friedrich Stoltze, „Struwwelpeter“-Autor Heinrich Hoffmann, Gehirnforscher Alois Alzheimer, Schriftstellerin Ricarda Huch sowie Goethes „Suleika“, Marianne von Willemer.

Eckenheimer Landstr. 188–190 | U 5 Hauptfriedhof

 

Messe

Anfang des 20. Jhs. wurde mit der Festhalle auf dem Messegelände ein Ort für Ausstellungen und Kongresse geschaffen, der zudem eine gute Akustik hat. Bis heute dient der damals größte Kuppelbau Europas für Sportereignisse und Rockkonzerte. Inzwischen umgeben ihn zehn Ausstellungspavillons sowie mehrere architektonisch eindrucksvolle Bauten: das Torhaus von Oswald Mathias Ungers, der 256 m hohe Messeturm nach Plänen von Helmut Jahn sowie die Hochhauszwillinge Castor und Pollux. Den Zugang zum Messegelände akzentuiert der „Hammering Man“, eine 22 m hohe Skulptur von Jonathan Borofsky.

Ludwig-Erhard-Anlage 1 | www.messefrankfurt.com | U 4 Messe | S 3–5 Messe | Straßenbahn 16/17/19 Messe

 

Naturmuseum Senckenberg

Dinosaurierskelette, Fossilien aus der Grube Messel, afrikanische Vormenschenschädel – in mehr als 190 Jahren Sammlungsgeschichte kam fast eine halbe Million Exponate aus allen Epochen der Erdgeschichte zusammen. Das größte, bedeutendste und wohl schönste Museum seiner Art in Deutschland.

Mo/Di, Do/Fr 9–17, Mi 9–20, Sa/So 9–18 Uhr | Senckenberganlage 25 | 10 Euro | www.senckenberg.de | U 4/6/7 Bockenheimer Warte | Bus 32/50 Senckenbergmuseum

Palmengarten Frankfurt

Palmengarten

Eine Runde Boot auf dem Schwanensee fahren, dazu die Frankfurter Skyline im Blick: In den warmen Monaten sollten Sie sich das nicht entgehen lassen! Doch auch in der übrigen Jahreszeit lohnt sich ein Besuch in einer der schönsten und größten botanischen Sammlungen Europas, die wie so vieles in Frankfurt von Bürgern begründet wurde. Als Basis kauften sie die Kollektion tropischer Pflanzen des Herzogs von Nassau und ließen dafür das Palmenhaus errichten. In der Konstruktion aus Glas und Eisen kann man wie durch einen Dschungel streifen. Fast 30 ha Freilandanlagen und 10.000 m2 Schauhausflächen gehören zum Palmengarten, außerdem Themengärten, Rosenschauen, das Tropicarium, ein Bootsweiher, eine Theaterbühne sowie eine Konzertmuschel. Im restaurierten historischen Gesellschaftshaus lockt das Sternelokal Lafleur; am Parkeingang gibt es ein Café.

Nov.–Jan. tgl. 9–16, Feb.–Okt. 9–18 Uhr | Siesmayerstr. 61/Palmengartenstraße | 7 Euro, Zuschlag bei Sonderschauen u. -veranstaltungen | www.palmengarten-frankfurt.de | U 6/7 Westend | Bus 36 Grüneburgweg


Top Bewertungen

in Frankfurt am Main

Speicherstr. 39-45
60327 Frankfurt, Gutleutviertel
Tisch anfragen 3
Walther-von-Cronberg-Platz 1
60594 Frankfurt, Sachsenhausen
Zimmer reservieren 2
Textorstr. 2
60594 Frankfurt am Main, Sachsenhausen
Termin anfragen 3

 

 

Kennedyallee 93
60596 Frankfurt, Sachsenhausen
Hauptbahnhof-Passage
60329 Frankfurt am Main, Bahnhofsviertel
Speicherstr. 39-45
60327 Frankfurt, Gutleutviertel
Tisch anfragen 3

Einkaufen in Frankfurt


Frankfurts zentrale Shoppingmeile ist die Zeil. Vor allem am Wochenende drängen sich Einheimische und Fremde in der modernen Fußgängerzone.

Sie haben keine Lust auf Geschubse und Gedrängel? Deutlich ruhiger geht es in den Boutiquenstraßen jenseits der Hauptwache zu, zwischen Roßmarkt und Alter Oper – hier bummelt die Businesswelt. Ergänzend zu den vorwiegend noblen Shoppingmeilen in der City gibt es in den Stadtteilen Einkaufsstraßen mit eigenem Charakter.


MyZeil

Das eindrucksvoll mit Glastrichtern gestaltete Shopping-Center lockt mit außergewöhnlicher Architektur, über 50 Läden und Food-Adressen und ganz nebenbei auch noch mit einer der längsten innen liegenden Rolltreppen Europas, die vom Erdgeschoss bis nach ganz oben führt. Nur für Schwindelfreie!

Zeil 106 | U-/S-Bahnen Hauptwache


Apfelweinkontor

Konstantin Kalveram und Michael Rühl verkaufen u. a. eigene Weine aus regionalen Äpfeln und Jahrgangsapfelschaumwein.

Fr 13–19, Sa 10–19 Uhr | Wallstr. 13 | www.apfelweinkontor.com | Bus 30 Elisabethenstraße


Kleinmarkthalle

Ob Handkäs’ oder Halwa, persische Pistazien oder Oberräder Kartoffeln – hier sind alle Kulinaria versammelt, die Köche und Genießer schätzen. Im ersten Stock gibt’s Edles vom Italiener und Franzosen, auf dem großen Balkon trifft man sich auf ein Glas und einen Happen. Im Erdgeschoss werden neben Worscht, Weck und anderen Viktualien auch Blumen verkauft, während der Keller das Reich der lebenden Fische ist.

Mo–Fr 8–18, Sa 8–16 Uhr | Hasengasse 5–7 | www.kleinmarkthalle.de | U-/S-Bahnen Hauptwache


Michis Schokoatelier

Weiße Schokolade mit Kumquat oder Zartbitterschokolade mit kristallisierten Veilchen: Inhaber Michi verfeinert seine Spezialitäten mit ausgefallenen Zutaten. Wenn Sie schon einmal in seinem Laden sind, können Sie gleich an andere denken: Frankfurter Pralinen mit Apfelwein oder Bembel ganz aus Schokolade sind die perfekten Souvenirs für Schokoholics.

Mo und bei Temperaturen über 26 °C geschl. | Sandweg 60 | www.michis-schokoatelier.de | U 4 Merianplatz


Weingut der Stadt Frankfurt

Hier gibt es nicht nur die Tropfen von den Hochheimer Hängen, sondern auch den Riesling „Lohrberger Hang“ direkt aus Frankfurts einzigem Weinberg innerhalb der Stadtgrenze.

Mo–Fr 9–12.30 Uhr | Limpurger Gasse 2/Römer | U 4/5 Römer


Freizeit & Sport in Frankfurt


Frankfurts schönste Joggingstrecke verläuft am Südufer des Mains zwischen Friedensbrücke und Gerbermühle (ca. 3 km). Der Untergrund ist zwar weitgehend asphaltiert – dafür gibt’s aber einen tollen Ausblick auf den Fluss und die Skyline der Stadt. Alternative: die etwa gleich lange Runde (mit leichter Steigung) im Günthersburgpark auf feinem Kies.

Wer statt zu laufen lieber schwimmt, ist im Brentanobad (Rödelheimer Parkweg | ab 5 Euro | Tel. 069 2710892200 | www.bbf-frankfurt.de | U 6 Fischstein) richtig. Die grüne Oase mit weiten Wiesen und altem Baumbestand im Stadtteil Rödelheim ist Europas größtes Freibad: Allein das Schwimmerbecken ist 100 m lang.

Zwei Stunden Zeit zwischen Sightseeing und Dinner? Das reicht gut für einen kleinen Trip in den „Orient“: Eines der acht Packages (ab 35 Euro) auf der orientalisch-asiatisch ausgestatteten Tagesschönheitsfarm (tgl. 10–21, im Sommer ab 12 Uhr, Mo–Mi Damen, Do–So gemischt | Zeil 51 | Tel. 069 29 92 46 69 | www.hamam-frankfurt.de | U-/S-Bahnen Konstablerwache) von Norbert Engler trägt diese Bezeichnung. „Orient“ beginnt mit einem längeren Aufenthalt im marmorgekachelten Wärmeraum, dann folgen ein Peeling mit Naturseidenhandschuh und die Seifenschaummassage. Beim „Pascha“-Paket z. B. gibt es nach der Ruhephase auf dem Kissenlager oder auf der ruhigen Terrasse noch eine Ganzkörpermassage.


Frankfurt mit Kindern


Experiminta

Spiegel, mit denen man schweben kann, und Tornados, die durch eigene Muskelkraft entstehen? All das und noch viel mehr können Kids in Frankfurts Naturwissenschaftsmuseum zum Mitmachen erleben. Phänomene und Grundlagen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden hier kindgerecht aufbereitet. Und ehrlich: Dabei können auch Erwachsene noch jede Menge lernen.

Mo 9–14, Di–Fr 9–18, Sa, So 10–18 Uhr | Hamburger Allee 22–24 | Erw. 9 Euro, Kinder ab 4 J. 6 Euro | www.experiminta.de | Straßenbahn 16/17 Varrentrappstraße


Junges Museum Frankfurt

In zehn Kreativwerkstätten, einer historischen Drogerie und einem Forscherlabor gibt’s viel zu entdecken.

Di–So 10–18 Uhr (in den Ferien auch Mo) | Saalhof 1 | Zwischenebene | Erw. 4 Euro, Kinder frei | Tel. 069 21235154 | junges-museum-frankfurt.de | U 4/5 Römer


Kunst für Kids

Mit der Minischirn (Eintritt frei für Kinder von Ausstellungsbesuchern) besitzt die Schirn Kunsthalle  einen einzigartigen Spiel- und Lernparcours für Kinder ab 3 Jahren bis ins Grundschulalter.

Das Städel-Museum (Erw. 14 Euro, Kinder unter 12 J. frei, Familien 24 Euro, offenes Atelier 15 Euro) lädt regelmäßig zur Märchenreise, Abenteuersuche mit Handpuppen oder aktiven Kinderstunde XS und jeden 3. So im Monat um 15 Uhr zur Familienführung.

Das Liebieghaus – Museum Alter Plastik (Erw. 12 Euro, Kinder unter 12 J. frei, Familien 20 Euro) bietet u. a. jeden 4. So im Monat (11–12 Uhr) eine Kinderführung sowie ein ausstellungsbezogenes offenes Atelier (liebieghaus.de). Jeden 1. So im Monat (12–13 Uhr) gibt es eine Familienführung.


Naturmuseum Senckenberg

Taschenlampenführung, Schatzsuche oder Spielen und Malen zu verschiedenen Themen: Das größte Naturmuseum Deutschlands vermittelt vier Milliarden Jahre Erd- und Entwicklungsgeschichte Kindern ab 4 Jahren auf spannende Weise.

Mo/Di, Do/Fr 9–17, Mi 9–20, Sa/So 9–18 Uhr | Senckenberganlage 25 | Erw. 10 Euro, bis 16 J. 5 Euro | www.senckenberg.de | U 4/6/7 Bockenheimer Warte | Bus 32/50 Senckenbergmuseum


Papageno Musiktheater

Klassik für die Kleinen? Das Papageno-Ensemble, das auch Stücke wie „Jim Knopf“ und „Urmel aus dem Eis“ auf dem Spielplan hat, zieht mit der „Zauberflöte“ oder dem „Nussknacker“ auch die jüngsten Zuschauer in seinen Bann.

Termine auf der Website, ab 5 J. | Palmengarten | Eingänge Zeppelinallee und Palmengartenstraße | Erw. 15,50–19,50 Euro, Kinder 12,50–16,50 Euro | Tel. 069 515038 | kinderprogramm.papageno-theater.de | U 4/6/7 Bockenheimer Warte


Stadttouren für Kinder

Kreativ oder actionreich: Die Frankfurter Stadtevents (ab 7 Euro pro Pers. | www.frankfurter-stadtevents.de) haben eigene Stadtführungen für Kinder und Familien in petto, von Gruseltouren mit Schreckmomenten bis hin zum Besuch bei der Frankfurter Feuerwehr – Branderziehung inklusive. Auch spezielle Flughafenrundtouren für kleine Gäste, Rallyes quer durch die Stadt und Ausflüge in die Umgebung stehen auf dem Programm. Dieses finden Sie auf der Website; empfehlenswert ist es, schon im Voraus zu ­buchen.


Struwwelpeter-Museum

Einmal selbst Struwwelpeter sein? Hier kann sich jeder als seine Lieblingsfigur aus den Geschichten des Frankfurter Arztes Heinrich Hoffmann verkleiden.

Di–So 10–17 Uhr | Schubertstr. 20 | Erw. 4 Euro, Kinder 7–13 J. 1 Euro | www.struwwelpeter-museum.de | U 6/7 Westend | Bus 32 Senckenbergmuseum


Theaterhaus

Mit eigenen Stücken oder Gastspielen von Ensembles wie dem Theater Grüne Sosse führt das Theaterhaus Kids ab 2 Jahren an die Kunstform Schauspiel heran.

Schützenstr. 12 | Erw. 10 Euro, Kinder 7 Euro | www.theaterhaus-frankfurt.de | Straßenbahn 14 Heiliggeistkrankenhaus


Veranstaltungen in Frankfurt


Mit den Festivitäten anlässlich der Königswahlen und Kaiserkrönungen fing alles an, inzwischen geht die Zahl der jährlichen Indoor- und Outdoor-Events in Frankfurt in die Hunderte.
 

März–April

Internationale Musikmesse: Nicht nur Instrumente und Noten, sondern Workshops und Konzerte. www.musik.messefrankfurt.com
Luminale: Lichtkulturfestival mit Installationen, Performances, Partys, alle zwei Jahre. www.luminale-frankfurt.de

Mai

Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn: Radrennklassiker am 1. Mai (ursprünglicher Name „Rund um den Henninger Turm“) mit Beteiligung der Weltelite und einem Jedermann-Parcours. www.eschborn-frankfurt.de
Nacht der Museen: Big Party zwischen Dinos und Alten Meistern. Fast fünfzig In­stitutionen sind mit von der Partie. www.nacht-der-museen.de
Wäldchestag: Traditionsreiche Kirmes ab Pfingstsamstag im Stadtwald. Straßenbahn 21, Bus 51/61 Oberforsthaus

Juni/Juli

Opernplatzfest: Zehn Tage dauerndes kulinarisch bestimmtes Sehen-und-Gesehen-Werden mit Livemusik.
Rosen- und Lichterfest: Sommernächtlicher Teelichter- und Feuerwerkszauber zwischen exotischen Pflanzen. www.palmengarten.de
Parade der Kulturen: Ausländische Vereine präsentieren ihre Rhythmen und Trachten auf einem Straßenumzug, einem Markt sowie auf mehreren Bühnen. www.parade-der-kulturen.de
Stoffel: Ab Mitte Juli einen Monat lang abendliche Freiluftkonzerte im Günthersburgpark, veranstaltet vom Stalburg-Theater. Kinderprogramm am Nachmittag. www.stalburg.de
Höchster Schlossfest: Frankfurts größtes Stadtteilfest steht seit 1957 jedes Jahr unter einem anderen Motto. Fast vier Wochen lang Musik und Kleinkunst. www.vereinsring-hoechst.de

August

Museumsuferfest: Frankfurts gigantischste Fete. Musik, Theater, Straßenspektakel – alles, was Rang und Namen hat in der Kulturlandschaft, macht mit bei den drei turbulenten Tagen, die jeweils um Goethes Wiegenfest liegen. www.museumsuferfest.de

September

Berger Markt/Stadtschreiberfest: Uriges Zusammentreffen von Volksbelustigung und Literaturpreisvergabe anlässlich der Verabschiedung des alten und der Begrüßung des neuen Stadtteildichters. www.berger-markt.de
Dippemess: Im Herbst verströmt das auch im Frühjahr stattfindende Spektakel mit zahlreichen Fahrgeschäften, bunten Buden und Krammarkt eine gemütlichere Atmosphäre. www.dippemess.de

Oktober

Buchmesse: Für Bücherfreaks ein Muss. Und drumherum in ganz Frankfurt unzählige mehr oder minder literarische Events. www.buchmesse.de
Deutsches Jazzfestival Frankfurt: Findet seit 1953 statt – jedes Jahr mit einem speziellen Thema. jazzfestival.hr2-kultur.de

November/
Dezember

Nacht der Clubs: Einmal zahlen und abtanzen in mehr als einem Dutzend Locations. www.nacht-der-clubs.de
Winterlichter: Statt Blüten ein stimmungsvolles Lichtermeer im Palmengarten zur Adventszeit
Weihnachtsmarkt am Römerberg, Paulsplatz und Mainkai. Mit Künstlermarkt im Rathaus. U-/S-Bahnen Hauptwache


Touren in Frankfurt


Frankfurt - Perfekt im Überblick

Kunst und Geschichte an beiden Ufern des Mains gepaart mit uriger Apfelweinkultur und einem sensationellen Blick von oben verschaffen einen abwechslungsreichen ersten Eindruck.
 

START:

Hauptwache

ZIEL:

22nd Lounge & Bar

Strecke:

10 km

Dauer:

1 Tag, reine Gehzeit: 1,5 Stunden

Kosten:

U-Bahn/Straßenbahn 2,75 Euro pro Fahrt; Eintritte: Turm des Kaiserdoms 3 Euro, Schirn Kunsthalle 9–14 Euro, Deutsches Architektur-Museum 9 Euro, Städel 14 Euro, Alte Oper ab ca. 20 Euro

Achtung:

Alte Oper: Kartenvorverkauf

Sie starten an der 1 Hauptwache. Gehen Sie in westlicher Richtung ein Stück längs der Roßmarkts bis zur Ecke Am Salzhaus. Hier biegen Sie nach links ein, überqueren den Großen Hirschgraben, und schon stehen Sie vor dem 2 Café Karin (tgl. | Großer Hirschgraben 28 | www.cafekarin.de) – ideal fürs Frühstück oder eine Tasse Kaffee. Seine kleine Straßenterrasse ist im Sommer ein echter Logenplatz; bei schlechtem Wetter gewähren die großen Glasfenster im rechten Raumflügel immerhin den Blick auf das Goethehaus gegenüber.

Durch die Weißadler- und die Sandgasse sowie die linker Hand beginnende Sandhofpassage erreichen Sie den Liebfrauenberg. Gehen Sie links am Brunnen vorbei auf die Töngesgasse bis zum Schärfengässchen: In seiner Mitte führt ein Durchschlupf in den stillen Hof des 3 Liebfrauenklosters. Oberhalb der Pforte illustriert eine Wandmalerei des Frankfurter Künstlers Guido Zimmermann die Philosophie der Kapuzinerbrüder. Halten Sie auf einer der Bänke kurz inne, bevor Sie südwärts durch die kurze Fußgängerzone bis zur Berliner Straße gehen. Vor Ihnen weitet sich der Paulsplatz mit der 4 Paulskirche, in die Sie kurz hineinschauen.

Ein paar Schritte gen Süden, und Sie befinden sich in Frankfurts guter Stube, auf dem 5 Römerberg. Lassen Sie die Fachwerkidylle auf sich wirken, bevor Sie sich am linken Rand des Platzes durch eine breite Gasse mit dem Kunstverein und Blick auf das neue Stadthaus über den römischen Ausgrabungen nach links zur 6 Schirn Kunsthalle wenden, wo Sie sich eine der Ausstellungen ansehen. Hinter der Schirn und der verdichteten Neuen Altstadt ragt der 7 Kaiserdom auf. Von seinem fast 100 m hohen Turm bietet sich ein phantastischer Ausblick – auch hinauf zu den Wolkenkratzern der City. Nach so viel Augenfutter ist nun wieder etwas für den Magen angesagt. Vom Dom Richtung Norden sehen Sie schon das an ein gigantisches Tortenstück gemahnende Museum für Moderne Kunst. In seinem Sockel serviert die 8 Freitagsküche (Mo geschl. | Tel. 069 21 99 98 68 | freitagskueche.de | €–€€) wechselnde internationale Gerichte.

Frisch gestärkt machen Sie sich nun auf den Weg durch die Galerienmeile Fahrgasse über die Alte Brücke nach „Dribb de Bach“, ans Museumsufer. Für den Nachmittag wählen Sie am besten maximal zwei der dortigen Sammlungshäuser aus, z. B. das 9 Deutsche Architektur-Museum und das 10 Städel mit seiner weltberühmten Sammlung alter und moderner Kunst. Nicht vergessen: zwischendurch den Blick auf den Main genießen. Falls Sie nach dem (oder den) Museumsbesuch(en) eine Atempause und eine Stärkung brauchen: Der Hof des Liebieghauses – Museum Alter Plastik birgt ein lauschiges 11 Sommercafé (Mo geschl.); im Winter gibt’s die tollen Kuchen und deftigen Salate auch in zwei gemütlichen Räumen. Zu einem ersten „Schobbe“ spazieren Sie nun am Sachsenhäuser Mainufer Richtung Osten – immer die Turmnadel der Dreikönigskirche und die markanten Doppeltürme der neuen Europäischen Zentralbank im Blick. Falls Ihnen die Füße weh tun, dann steigen Sie südlich des Städel-Museums an der Stresemannallee/Gartenstraße in die Tram 16 oder 15 und fahren bis Lokalbahnhof (ca. 11 Min.). Von dort sind es 3 Min. zu Fuß zum traditionsreichen Apfelweinlokal 12 Zum Eichkatzerl. Machen Sie es wie die Einheimischen und nehmen Sie hier zum Apfelwein ein frühes Abendessen ein oder probieren Sie nur einen Handkäs’ als Aperitif.

Nach einem Rundgang durch die Fachwerkgassen im allmählich mit anspruchsvolleren Lokalen und Geschäften aufwartenden 13 Alt-Sachsenhausen nehmen Sie die Straßenbahnlinie 18 (ab Lokalbahnhof oder Frankensteiner Platz) zurück nach „Hibb de Bach“ – bis zur Konstabler Wache (ca. 10 Min.). Die U 6/7 bringt Sie von dort rechtzeitig zum Konzertbeginn zur 14 Alten Oper.

Beschwingt von dem Musikgenuss spazieren Sie die Neue Mainzer Straße nach Süden. Ihr Ziel ist die Hausnummer 66–68 mit der edlen 15 22nd Lounge & Bar (So–Do 18–1, Fr/Sa bis 3 Uhr | Innside Eurotheum) im Obergeschoss. Zum Cocktail oder Wein liegt Ihnen am Ende eines ereignisreichen Tags bei Cool Jazz und Live-Entertainment das nächtliche Frankfurt zu Füßen.

 

(Industrie-)Kultur und neues Bauen

Architekturgeschichte als Erlebnis: Von den historischen Häfen und Fabrikhallen, die heute dem Wohnen, der Kultur oder dem Genuss dienen, bis zu den prägnanten Hochhausbauten unserer Zeit sind es oft nur wenige Schritte.
 

START:

Hauptbahnhof

ZIEL:

Hauptbahnhof

Strecke:

11 km

Dauer:

1/2 Tag, reine Fahrzeit: 1 3/4 Stunden 

Kosten:

Leihrad 2 Euro/​Stunde, Theaterkarte 18–22 Euro

Mitnehmen:

Sonnenschutz, Regenjacke

Achtung:

Leihrad
Europäische Zentralbank:
Besuch nur nach vorheriger Anmeldung unter visitor.centre@ecb.europa.eu
Theater Willy Praml: Spielplan und Kartenvorbestellung unter www.theater-willypraml.de
Lokal: Nur an Veranstaltungstagen (www.mousonturm.de) ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet

Die Tour beginnt am 1 Hauptbahnhof. Der Berliner Architekt Johann Wilhelm Schwedler plante die für die damalige Zeit neuartige Eisenkonstruktion mit bis zu 28 m hohen Tonnengewölben. Bevor Sie sich ein Rad nehmen, schauen Sie noch hinauf zur von den Symbolen für Dampf und Elektrizität flankierten Atlas-Figurengruppe des Schweizer Bildhauers und Städel-Absolventen Gustav Herold auf dem Bahnhofsdach. Nun folgen Sie der Baseler Straße in Richtung Süden bis kurz vor die Friedensbrücke. Dort biegen Sie rechts ab in die Speicherstraße und dann über die Bahngleise gleich wieder nach links. Drei, vier Pedalumdrehungen weiter erreichen Sie das Becken des 2 Westhafens mit einigen alten Backsteinlagerhäusern und vielen neuen Wohn- und Bürogebäuden, z. B. dem Westhafentower. An dessen Saum lädt die familiäre, lichtdurchflutete 3 L'Osteria (tgl. | Tel. 060 24 24 70 20 | short.travel/ffm6 | €€) mit typisch italienischem Flair. Stärken Sie sich an einem der Terrassentische mit einer Riesenpizza oder frischer Pasta.

Nach Dolci und Espresso geht es dann längs des Bachforellenwegs nach Westen bis zum 1899 erbauten, inzwischen als Restaurant fungierenden Druckwasserwerk. Nun halten Sie sich Richtung Osten, biegen rechter Hand ab auf den Steg über das Hafenbecken und wenden sich wieder ostwärts. An der Mainuferpromenade radeln Sie immer geradeaus. Unter dem Holbeinsteg hindurch gelangen Sie ins mediterran-grüne 4 Nizza. Der moderne weiße Kubus neben dem Uferpark birgt das Restaurant Main-Nizza. Wer noch einen Kaffee braucht oder ein kaltes Getränk, legt hier eine Pause im Garten oder auf dem Balkon ein. Dabei lohnt der Blick auf die andere Seite des Flusses, wo sich die Sammlungshäuser des Museumsufers aneinanderreihen.

Am 5 Eisernen Steg sollten Sie erneut aus dem Sattel steigen und einen Blick nach links auf die Fassade des Saalhofs, der ehemaligen Zollstelle mit dem mittelalterlichen Rententurm, und auf den Neubau des Historischen Museums werfen, dessen Ausstellung zur Stadtgeschichte Sie sich ein andermal in Ruhe ansehen. Unter der Alten Brücke hindurch radeln Sie weiter am Flussufer gen Osten. Hinter der Flößerbrücke sehen Sie schon zwei Flusskräne der ehemaligen Weseler Werft, und in Ihrem Rücken befinden sich einige bauliche Beispiele für das „Neue Wohnen am Fluss“: Anstelle von Lagerhallen und Schrottbergen sind am Ufer nun Wohnhäuser zu sehen. Zudem ragt hier der Neubau der 6 Europäischen Zentralbank (Sonnemannstr. 20 | short.travel/ffm7) auf, in deren Besucherzentrum im Eingangsbereich Sie sich nun über die Geschichte und die Arbeit der Institution informieren. Das Gebäude wächst aus der Mitte der ehemaligen Großmarkthalle, 1928 von Martin Elsässer im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Sie war seinerzeit der höchste Bau der Stadt und mit 220 m Länge die größte freitragende Halle in moderner Schalenbauweise.

Folgen Sie nun dem Uferweg mainaufwärts bis zu dem Rasenareal unterhalb der EZB. Über eine flache Rampe geht es hinauf zum 7 Oosten – Realwirtschaft am Main. Auf der Dachterrasse des Lokals genießen Sie zum Aperitif den Panoramablick auf die City und Sachsenhausen. Bevor Sie wieder aufs Rad steigen, lohnt sich noch ein kurzer Spaziergang ostwärts – unter der historischen Deutschherrnbrücke (1913) hindurch, längs des neuen Hafenparks bis zur denkmalgeschützten Honsellbrücke, in deren Brückenbogen nun der 8 Kunstverein Familie Montez sein Domizil gefunden hat. Werfen Sie unbedingt einen Blick in die Ausstellungsräume!

Hungrig? Dann rasch zurück zum Rad und an der Westseite der EZB auf der Horst-Schulmann-Straße bis zur 9 Hesse-Wirtschaft (So geschl. | Rückertstr. 22 | Tel. 060 90 43 58 00 | www.hessewirtschaft.de | €–€€). Hier gibt es Typisches aus der Region und andere Deftigkeiten. Gestärkt fahren Sie nun einige Meter nordwärts, biegen links in die Ostendstraße ein und folgen dieser bis zum Ende. An der Ampel geht es hinüber in die Obermainanlage; Sie halten sich rechts, queren die Straße Allerheiligentor und fahren in der Grünanlage weiter nach Norden bis zur Kreuzung Zeil/Friedberger Anlage/Sandweg. Letzterem folgen Sie bis zur Mousonstraße. Hier biegen Sie rechts ein, an der nächsten Ecke fahren Sie links in die Waldschmidtstraße. Zwei eindrucksvolle Backsteinbauten des frühen 20. Jhs. begrüßen Sie dort: die Naxoshalle, wo Sie sich den Genuss einer Vorstellung des experimentellen 10 Theaters Willy Praml gönnen sollten, und das Künstlerhaus Mousonturm, ebenfalls mit einem Bühnenangebot. Nach der Vorstellung können Sie dort im gemütlichen 11 Lokal noch einen Schlummertrunk nehmen. Von hier sind es nur 300 m zum 12 Merianplatz, wo Sie das Rad abstellen und in die U 4 steigen, die Sie zum Hauptbahnhof zurückbringt.

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Hauptwache mit der Skyline - mauritius images / imageBROKER / Georg Stelzner

Palmengarten - mauritius images / Bernd Wittelsbach

Paulskirche - mauritius images / Westend61 / Kristian Peetz