Reiseführer Hamburg

Sehenswürdigkeiten in Hamburg

 

Es gibt sie, diese Tage, an denen selbst eingefleischte Hanseaten von ihrer Stadt überrascht werden. An einem Sommerabend hocken sie mit einem Bier am Elbstrand von Övelgönne. Vor sich Containerschiffe, Hafenfähren und Segler. Sie machen einen Spaziergang in Richtung Innenstadt, passieren die Neubauten an der Elbmeile, blicken vom 40 m weit in die Elbe ragenden Bürohaus Dockland über das Wasser und nehmen einen Absacker im Beachclub von St. Pauli. Weiter geht es bis zur Hafencity. Dort findet gerade mal wieder ein Festival statt – Jazz oder Literatur. Man hört noch etwas zu und bestaunt die gewaltige dunkel-gläserne Fassade der Elbphilharmonie, die sich vor einem in die Höhe schraubt. Auch jetzt noch, spät am Abend, spazieren die Besucher hoch oben auf der Piazza einmal rundherum. Handys blitzen – die Aussicht ist spektakulär. Im Hintergrund sind die Neubauten der Hafencity und die beleuchteten Fassaden der Speicherstadt sichtbar. Spätestens jetzt werden sich diese Hamburger ansehen und sagen: Wow, habt Ihr gewusst, in was für einer tollen Stadt wir leben?


Inhaltsverzeichnis


Top Sehenswürdigkeiten in Hamburg

 

Kunsthalle

Das Verhältnis der Hamburger zur Kunst ist merkwürdig. Einerseits ist ihnen die Kultur ein „Staatsziel“, andererseits scheinen viele nicht zu wissen, dass die Kunsthalle eines der wichtigsten Kunstmuseen der Republik ist. Nun ist das Haus noch schöner: In den letzten Jahren wurden über 20 Mio. Euro in eine Grundsanierung gesteckt, eine großzügige Spende der Mäzene Dorit und Alexander Otto machte es möglich. Besuchen Sie die Alten Meister, z. B. den Wandelaltar von Meister Bertram, und die Klassische Moderne mit Werken von Max Liebermann über Emil Nolde bis zu Pablo Picasso. In der Galerie der Gegenwart, einem unterirdisch mit der Kunsthalle verbundenen Kubusbau von Oswald Mathias Ungers, finden Sie Werke von Gerhard Richter, Jeff Koons oder Georg Baselitz. Im Hubertus-Wald-Forum gibt es kleinere Sonderausstellungen. Im Café Liebermann sollten Sie sich eine Pause gönnen.

Di–So 10–18, Do bis 21 Uhr | Eintritt 8 Euro | Glockengießerwall 5 | Tel. 040 428131200 | www.hamburger-kunsthalle.de | S-/U-Bahn Hauptbahnhof

Rathaus Hamburg

Rathaus

Machen Sie eine Rathausführung mit: Gold und Prunk, wohin das Auge blickt. So auch im großen Kaisersaal, der so heißt, weil Wilhelm II. am 19. Juni 1895 hier die Einweihung des Nord-Ostsee-Kanals feierte. Feierlich geben sich die Hamburger Honoratioren alle Jahre im Februar: Seit 1356 feiern sie dann mit „Vertretern der Hamburg freundlich gesinnten Mächte“ das Matthiae-Mahl. Beim Großen Brand 1842 war das Alte Rathaus an der Trostbrücke gesprengt worden, in der Hoffnung, so das Feuer eindämmen und Schlimmeres verhindern zu können. Anschließend stritt man Jahrzehnte um einen Neubau. Erst dem Architekten Martin Haller gelang 1880 mit dem von ihm gegründeten „Rathausbaumeisterbund“ der Durchbruch. Einfach war der Bau auch technisch nicht. 4000 Pfähle mussten in den morastigen Alstermarschboden gerammt werden. Sie tragen noch heute den 111 m breiten und 70 m tiefen Baukörper mit dem 112 m hohen Mittelturm. Mit viel Glück hat das Rathaus im Zweiten Weltkrieg wenig gelitten und gilt heute als eines der wichtigsten deutschen Bauwerke des Historismus. Für Sprachkundige gibt’s sogar Führungen auf Plattdeutsch! Parlament (tgl. | Tel. 040 70383399 | €€) heißt das Restaurant in den Räumen des Rathauskellers.

Diele Mo–Fr 7–19, oft auch bis 21, Sa 10–18, So 10–17 Uhr | Führungen (ca. 45 Min.) Mo–Fr 10–15, Sa 10–17, So 10–16 Uhr, bei politischen Veranstaltungen fallen sie aus | Ticket 4 Euro | Rathausmarkt 1 | Tel. 040 428312064 | www.hamburg.de/rathaus | U 3 Rathaus

Landungsbrücken

Glaubt man den Statistiken, dann sind die St.-Pauli-Landungsbrücken nach dem Brandenburger Tor in Berlin Deutschlands zweitwichtigste Touristenattraktion. Tatsächlich ist auf dem Wasserbahnhof immer was los. 1904–10 wurde die Pontonanlage errichtet. Im Minutentakt legen Hafenfähren an und ab, dazwischen kommen der Helgoland-Katamaran oder einer der beiden Schaufelraddampfer.

Wichtig für Ihre Orientierung ist, dass die Brücken Nummern haben. Die Hadagfähre Linie 62 z. B. finden Sie auf Brücke 3. Lassen Sie sich von der Hektik – werbende Hafenrundfahrtskapitäne, gehetzte Pendler, Ausflügler mit Fahrrädern – nicht verunsichern. Kaufen Sie sich ein Fischbrötchen, steigen Sie ein paar Stufen hoch, und betrachten Sie das Gewimmel von oben. Neu ist die (nun besser hochwassergeschützte) Promenade Richtung Innenstadt. Spazieren Sie hier an den Museumsschiffen „Cap San Diego“ und „Rickmer Rickmers“ vorbei bis zur Hafencity.

S-/U-Bahn Landungsbrücken

St. Michaelis Hamburg

Michaeliskirche

Der Michel, pardon, die St.-Michaelis-Kirche, ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Keine andere Kirche genießt bei den Hamburgern ein derartiges Ansehen. Geht es dem Michel schlecht, dann kommen sie und spenden.

Der jetzige prachtvolle Barockbau wurde von den Baumeistern Johann Leonard Prey und Ernst Georg Sonnin geplant und 1786 endgültig fertiggestellt. Als ein Feuer im Juli 1906 die Kirche komplett zerstörte, entschied sich der Senat ohne Zögern für einen Wiederaufbau nach den gleichen Plänen am gleichen Platz.

Ohne einen Besuch des Michels sollten Sie Hamburg nicht verlassen. Am schönsten dort sind die Konzerte, z. B. während der Bach-Wochen alljährlich im Herbst; romantisch die Weihnachtskonzerte und Gottesdienste, wenn das weiße Holz der Balustrade mit seinen Goldverzierungen nur von Kerzen erleuchtet ist. Der Turm ist 132 m hoch, 452 Stufen führen nach oben (es gibt aber auch einen Fahrstuhl).

Ein Tipp ist der Nachtmichel (Aufstieg rechts vom Haupteingang | im Sommer ab ca. 19.30, im Winter ab 17.30 Uhr | Eintritt 10,50 Euro | Tel. 0174 8051202 | nachtmichel.de): Oben gibt es eine kleines, gewärmtes Turmzimmer, etwas zu trinken – und den großartigen Nachtblick! Besichtigen Sie auch die Gruft: Sie wurde erst vor einigen Jahren eröffnet. Hamburgs ehemaliger Musikdirektor Carl Philipp Emanuel Bach (1714–88) ist hier begraben. Der zweite Sohn von Johann Sebastian Bach hatte die Stelle 1767 als Nachfolger von Georg Philipp Telemann angetreten.

Mai–Okt. tgl. 9–19.30, Nov.–April 10–17 Uhr (jeweils letzter Einlass; während der Gottesdienste keine Besichtigungen der Kirche möglich), Turmchoral Mo–Sa 10 und 21, So 12 Uhr | Kirche Eintritt frei, Krypta (mit Film) 4, Turm 5, Kombikarte 7 Euro | Englische Planke 1 | Tel. 040 376780 | www.st-michaelis.de | Schnellbus 37 Michaeliskirche

Park Fiction

Ein spannender Platz, dieser absolut schräge Minipark am Rande von St. Pauli, mit phantastischem Blick auf den Hafen. Hier war ein Verein Ideengeber und setzte sich gegen Bürobaupläne durch: Unter künstlichen Palmen können Sie jetzt zwischen Punks, Werbefuzzis und ballspielenden Kindern ein Bierchen oder einen Latte Macchiato schlürfen. Direkt nebenan liegt die einst umkämpfte Hafenstraße, unten am Fischmarkt Hamburgs Kultclub Golden Pudel, und gegenüber sehen Sie die Schwimmdocks von Blohm + Voss. Das alles zusammen ergibt ein wirklich spezielles Ambiente.

Ecke Antonistr./Pinnasberg | www.parkfiction.org | S 1, 3 Reeperbahn

Elbphilhamonie Hamburg

Elbphilharmonie

Das Wichtigste, was es über die Elbphilharmonie zu sagen gibt, ist ganz kurz: Hingehen! Selber angucken! Die Plaza ist für alle Besucher zugänglich, bei besonders großem Andrang (vor allem an Feiertagen und Wochenenden) lohnt sich die Vorbuchung eines Zeitfenster-Tickets (2 Euro, am einfachsten online buchen). Ja, und dann fahren Sie über die 82 m lange und elegant gewölbte Rolltreppe nach oben – und sind vermutlich erst mal ganz still. Der Blick schlägt alles, was Hamburg bisher zu bieten hatte.

Und wenn Sie zu den Glücklichen zählen, die eine Konzertkarte ergattern konnten, dann sitzen Sie im Großen Saal: Keiner der 2072 Plätze in den 16 steilen Rängen ist vom Dirigenten weiter entfernt als ca. 30 m. Fachleute schwärmen gerade von den (billigen) Plätzen ganz oben. Der geniale Sound des japanischen Akustikers Yasuhisa Toyota macht es möglich – demokratischer Musikgenuss!

Platz der Deutschen Einheit 4 | www.elbphilharmonie.de | Bus 111 Kaiserkai/Elbphilharmonie

Miniatur-Wunderland

Superlative über Superlative und diesmal zu Recht: Was die Gebrüder Braun mit ihrem Vater und ihren Mitarbeitern in der Speicherstadt verwirklicht haben, lässt sich nur so beschreiben: ein Spitzenerlebnis für die ganze Familie! Die Zahlen sind beeindruckend: einige Hunderttausend Figuren, über 10 km Gleislänge, Zehntausende von Waggons usw., usw. Gesteuert wird diese größte Modellbahnanlage der Welt mit 64 Computern und viel Herzblut des Teams. Über drei Etagen erstrecken sich allein die Schweizer Alpen, der Grand Canyon ist zu sehen, die norwegischen Fjorde und ein riesiger Flughafen mit startenden und landenden Maschinen.

Über 15 Mio. Menschen kamen seit der Eröffnung 2001, mehr als zu jeder anderen Hamburger Attraktion. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der frühe Abend; auf der Internetsite können Sie Karten vorbuchen und so Wartezeiten vermeiden. Und noch ein Tipp: Gönnen Sie sich eine Führung hinter die Kulissen.

Mo und Mi–Fr 9.30–18, Di 9.30–21, Sa/So 8.30–21 Uhr (Zeiten häufig auch länger) | Eintritt 12 Euro | Kehrwieder 2 | Tel. 040 3006800 | www.miniatur-wunderland.de | Metrobus 6 Auf dem Sande

 

Sandtorhafen

Bei gutem Wetter ein schöner Ort in der Hafencity: ein paar alte Schiffe, hübsch geschwungene Pontons, die wahre Wunderwerke der Technik sind (Lagerräume unter Wasser, verschwenkbar usw.). Viel Engagement der Stiftung Hamburg Maritim steckt in dem Projekt, das hauptsächlich durch Ehrenamtliche getragen wird. Schauen Sie beim Pavillon des Hafenmeisters vorbei. Nicht immer, aber häufig ist er besetzt. Gerne beantwortet man dann Ihre Fragen. Richtig klasse sind die historischen Fotos am Geländer oben zum Sandtorkai: Unbedingt ansehen und mit dem Heute vergleichen!

24 Std. am Tag begehbar | Eintritt frei | Metrobus 6 | Bus 111 Am Sandtorkai

 

Altonaer Balkon 

Ein toller Aussichtspunkt und ein beliebter Treffpunkt für Boulespieler und Grillfreunde. Weit vor ihnen spannt sich die Köhlbrandbrücke in 54 m Höhe frei über die Fahrrinne des Köhlbrands, 500 m ist die Schrägseilbrücke lang – immer noch ein technisches Meisterwerk. Vom Altonaer Balkon aus können Sie gut Spaziergänge starten. Rechts hinunter geht es an der Elbe in ein paar Stunden bis nach Wedel, links in die City. Möglich macht dies der Elbhöhenweg, insgesamt ca. 23 km lang (nicht immer ausgeschildert).

Palmaille/Klopstockplatz | Bus- und S-Bahnhof Altona

 

Jenischhaus/Jenischpark

Schon früh war der Hamburger Westen die bevorzugte Wohngegend reicher Kaufleute. Das Jenischhaus zählt zu den schönsten Landsitzen nach englischem Vorbild. Sogar Preußens Baumeister Karl Friedrich Schinkel hat mitgeplant. Die original erhaltenen Wohnräume bilden heute den Kern des Museums für Kunst und Kultur an der Elbe.

Di–So 11–18 Uhr | Eintritt 5,50 Euro | vergünstigte Kombikarte mit dem benachbarten Barlachhaus | Baron-Voght-Str. 50a | Tel. 040 828790 | Metrobus 15 Hochrad

Der gleichnamige Park ist ebenfalls nach englischem Vorbild angelegt. Baron Caspar Voght hatte das Areal oberhalb der Elbchaussee um 1800 zu einem Mustergut ausgebaut und dazu den Park am Elbhang anlegen lassen. Ein schöner Spaziergang führt vom Anleger Teufelsbrück zum Neuen Botanischen Garten an dem S-Bahnhof Klein Flottbek.

 

Zeisehallen

Die 1865 erbauten ehemaligen Werkshallen der Schiffsschraubenfabrik Zeise wurden 1988 zu einem modernen Kulturzentrum mit Kino, Galerien, Restaurants (z. B. dem beliebten Eisenstein) und dem Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg umgebaut. Damals war die Umnutzung von alten Industriebauten eine echte Neuerung und stilbildend für viele ähnliche Projekte in Hamburg. Wenn Sie sich dafür interessieren, fahren Sie z. B. zum Otto-von-Bahren-Park. Dort wurde das riesige Gelände eines Gaswerks neu (und sehr schön) umgestaltet.

Friedensallee 7–9 | Metrobus 2 Friedensallee

 

Sammlung Falckenberg

Genial ist diese Sammlung moderner Kunst in einer alten Reifenfabrik in Harburg. So etwas gibt’s sonst nur in New York, nun ja, und natürlich in Berlin. Gleich ein paar Räume hat Jonathan Meese gestaltet. Mittlerweile gehört die private Sammlung von Harald Falckenberg zu den Deichtorhallen.

Nur mit Anmeldung und Führung, Buchung über die Website | Eintritt/Führung 15 Euro | Tel. 040 32506762 | www.sammlung-falckenberg.de | S 1, 31 Harburg Rathaus, dann Fußweg


Top Bewertungen

in Hamburg

Thomasstr. 4
22761 Hamburg, Bahrenfeld
Tisch anfragen 3
Stresemannstr. 318
22761 Hamburg, Bahrenfeld
Mittelweg 166
20148 Hamburg, Rotherbaum
Termin anfragen 3

Einkaufen in Hamburg


Bonscheladen

Handgemachte Bonbons mit Erdbeer-, Lakritz- oder Ingwergeschmack, vorzügliche Sahnekaramellen, die vor den Augen der Kunden hergestellt werden.

Mo geschl. | Friedensallee 12 | Bus- und S-Bahnhof Altona


Hummer Pedersen

Joachim Niehusen ist ein begeisterter Fischexperte, und begeistert verkauft er auch Hummer und Fisch, ob im Laden oder im schicken Bistro.  Kommen Sie vor 14 Uhr, dann können Sie die tagesfrischen Fische auf Paletten bewundern.

Mo–Fr 6–14, Sa bis 22, Bistro Mo–Do 12–18, Fr/Sa bis 22 Uhr | Große Elbstr. 152 | Bus 111 Sandberg


Mutterland

Hier gibt es Delikatessen aus Deutschland. Der Laden samt Café liegt am Hauptbahnhof, also ideal für den Einkauf von Reiseproviant und Souvenirs, z. B. der Schokoladen der Eimsbütteler Schokomanufaktur Kakao Kontor. Achtung: Manches sieht hübsch aus, ist aber überteuert.

Café auch So geöffnet | Ernst-Merck-Str. 9 | S-/U-Bahn Hauptbahnhof


Rindermarkthalle

Im Obergeschoss residieren Vereine, eine Moschee und die Dom-Kita, in der Halle bieten mehr als 20 kleine Geschäfte und Schlemmerstände ihre Waren an. Ständig ist hier was los – im Winter Eisstockschießen, im Sommer Foodtruck- und Flohmärkte. Probieren Sie die Trinkschokoladen bei der Confiserie Paulsen, einem alteingesessenen Hamburger Pralinengeschäft mit eigener Manufaktur.

Neuer Kamp 31 | U 3 Feldstraße


Hängemattenladen

Hier gibt’s Netz- oder Familienhängematten, Hängesessel und Säuglingshängematten. Nicht teuer und mit kompetenter Beratung.

Bei der Reitbahn 2 | Bus- und S-Bahnhof Altona


Wochenmärkte

Vielleicht der schönste, unbestritten aber der längste Wochenmarkt der Republik ist der Isemarkt (Di, Fr 9–14 Uhr): Unter der U-Bahn-Brücke zwischen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum (U3) reihen sich die Stände. Wichtigste Adresse für Schleckermäuler ist Bonbon Pingel mit Keksen und Lakritz zum Probieren.

Jeder Stadtteil hat seinen Wochenmarkt; rund 100 gibt es in Hamburg. Termine und Übersicht unter www.hamburger-wochenmaerkte.de oder in den Tageszeitungen. Wer’s auch abends nicht lassen kann: Jeden Mi (16–23, Nov.–März bis 22 Uhr) findet auf dem Spielbudenplatz (Reeperbahn | U 3 St. Pauli) ein stimmungsvoller Nachtmarkt statt.


Klockmann

Vor gut 100 Jahren fing Ernst Klockmann an, Tragebehälter zu entwerfen. Wenn Sie Geld überhaben: Lassen Sie sich einen „Hamburger Beutel“ nach eigenen Wünschen fertigen: mit Knopf- oder Reißverschluss und selbst gewähltem Futter.

Gänsemarkt 50 | Gänsemarktpassage | U 2 Gänsemarkt


Fahnen Fleck

Der Laden gehört zu Hamburg wie der Michel: Faschingskleider, Masken, Feuerwerk und natürlich alle Landesflaggen, jetzt im neuen, großen Geschäft beim Gänsemarkt.

Valentinskamp 30 | U 2 Gänsemarkt


Freizeit & Sport in Hamburg


Ob links- oder rechtsrum, auf Hamburgs beliebtester Laufstrecke werden Sie nie allein sein. Irgendwer läuft immer gerade die 7,4 km lange Runde um die Außenalster, auf der Sie schöne Hamburg-Eindrücke sammeln können. Das nächtliche Hamburg ist Revier der Tiderunners (facebook.com/tiderunnershh), einer Gruppe, die über Straßen, Plätze, durch U-Bahn-Tunnel oder auch mal ein Einkaufszentrum joggt. Gelaufen werden 15 km bei jedem (!) Wetter, Kopfhörer nicht erwünscht! Start Mi 21 Uhr vor der Superbude St. Pauli.

Die schönste Eisbahn Deutschlands liegt in den Wallanlagen zwischen Neustadt und St. Pauli: Unter freiem Himmel können Sie im Winter zu Musik Pirouetten drehen. Von April bis Oktober dürfen Skater die Fläche kostenlos nutzen.
(Mitte Nov.–Mitte März tgl. 10–22, Mi bis 17 Uhr | 5,50 Euro für 2,5 Std. | Holstenwall 10 | www.eisarena-hamburg.de | U 3 St. Pauli)


Hamburg am Abend


Strandpauli

Beachclubs gibt’s ein paar in Hamburg, aber dies ist der schönste und: Er hat einen festen Platz neben den Landungsbrücken. Genial: Tanzabende auf der Terrasse.

Mitte März–Sept., im Winter nur abends, im beheizten Anbau | St. Pauli Hafenstr. 89 | S-/U-Bahn Landungsbrücken


20 up Lounge & Bar

Toller Blick: Die Bar thront über Hamburg im 20. Stock des Empire Riverside Hotels. Hamburger zeigen ihren Gästen hier gern den Blick über ihre Stadt. Geschäftsmäßiger Service; verzichten Sie auf Outdoor-Kleidung.

Tgl. ab 18 Uhr | Bernhard-Nocht-Str. 97 | Tel. 040 3111970470 | S-/U-Bahn Landungsbrücken


Mojo Club

Die Location unter den „Tanzenden Türmen“ ist leider ein bisschen zu cool; dafür ist die Musik einfach großartig.

Mehrere Livekonzerte pro Woche | Preise und Zeiten variieren | Reeperbahn 1 | www.mojo.de | U 3 St. Pauli


Abaton

Hamburgs schönstes und eins der besten Programmkinos Europas. Im Anschluss lässt sich im Abaton Bistro prima über das Gesehene diskutieren.

Allende-Platz 3 | Tel. 040 41320320 | www.abaton.de | Metrobus 4, 5 Grindelhof


Zum Schellfischposten

Die alte Seemannskneipe am Fischmarkt erlebt eine Renaissance, seit Entertainerin Ina Müller hier ihre Late-Night-Show dreht. Verrenken Sie sich beim Bilder- und Gedöns-Gucken nicht den Hals!

Tgl. | Carsten-Rehder-Str. 62 | Tel. 040 383422 | Bus 111 Fischauktionshalle


Uebel & Gefährlich

Der Musikclub im Weltkriegsbunker macht sich einen Namen mit Livemusik und Partys, die schwer angesagt sind. Die Bands sind von der Location – der 4. Stock eines Bunkers! – hingerissen. Bei Veranstaltungen fährt sogar ein Liftboy im Fahrstuhl mit.

Meist Mi–Sa ab 20 Uhr, Partys ab 0 Uhr | Feldstr. 66 | Medienbunker | www.uebelundgefaehrlich.com | U 3 Feldstraße


Hamburgische Staatsoper/Hamburg Ballett

John Neumeiers Ballettaufführungen sind legendär; Kent Nagano ist charismatischer Opernchef in Hamburg. Beide bringen internationales Flair an die Elbe.

Dammtorstr. 28 | Tel. 040 356868 | www.staatsoper-hamburg.de | www.hamburgballett.de | U 1 Stephansplatz


Nachtasyl

Die Bar im obersten Stock des Thalia-Theaters wird als Experimentierforum für den Nachwuchs genutzt. Witzige Stücke, Lesungen, Gastkonzerte, Partys. Auch ohne Vorstellungen ein schöner Ort.

Tgl. ab 19 Uhr | Alstertor 1 | Tel. 040 32814444 | www.thalia-theater.de | S-/U-Bahn Jungfernstieg


Das Schiff

Auf dem einzigen fahrtüchtigen Theaterschiff Europas wird’s in der Pause, wenn das Publikum zur Bar drängt, eng wie auf’m Fischmarkt. Kabarett, witzige Revuen und Lesungen.

Karten ab 21 Euro | Holzbrücke 2/Nikolaifleet | Tel. 040 69650560 | www.theaterschiff.de | U 3 Rödingsmarkt


Schmidt-Theater

Ex-FC-St.-Pauli-Präsident Corny Littmann ist der Impresario der Reeperbahn, seine Häuser (Schmidt-Theater, Schmidts Tivoli) sind Kult und überzeugen mit witzigen Programmen und Dauerbrennern wie Caveman und Die Königs vom Kiez. Spielbudenplatz 24 | Tel. 040 31778899 | www.tivoli.de | S 1, 3 Reeperbahn


Thalia-Theater

Das erste Haus am Platz, mit einem rührigen Intendanten Joachim Lux und mehreren Spielstätten im großen Haus am Gerhart-Hauptmann-Platz und in der Gaußstraße in Ottensen.

Alstertor 1 | Tel. 040 32814444 | www.thalia-theater.de | S-/U-Bahn Jungfernstieg


Hamburg mit Kindern


Hagenbecks Tierpark

Freuen Sie sich auf Europas größtes Tropenaquarium mit freilaufenden madegassischen Kattas, ein sensationelles Orang-Utan-Haus, Elefanten, die aus der Hand „rüsseln“ und ein begehbares Eismeer mit Walrossen (die einzigen in Deutschland!), die ihren Pflegern bei der Fütterung die Flosse geben. Außerdem Löwen, Tiger, Bären, Bisons und Stachelschweine, Bergziegen und Papageien, Lamas und Erdmännchen und, und, und. Dazu eines der schönsten Tierparkgelände der Welt, seit Generationen in der Hand der Familie Hagenbeck.

Aquarium tgl. 9–18, Tierpark März–Juni, Sept./Okt. tgl. 9–18, Juli/Aug. 9–19, Nov.–Feb. 9–16.30 Uhr | Kombikarte für Park und Aquarium (auch einzeln buchbar) 30, Kinder 21 Euro | Lokstedter Grenzstr. 2 | Tel. 040 5300330 | www.hagenbeck.de | U 2 Hagenbecks Tierpark


Inselpark Wilhelmsburg

Im Idealfall hinterlässt eine Internationale Gartenschau auch Brauchbares – so gibt es z. B. seit der IGA 1973 in Planten un Blomen fantastische Spielplätze. Zur IGS 2013 sind im Inselpark in Wilhelmsburg (Eingang Neuenfelder Straße | inselpark.hamburg | S 3, 31 Wilhelmsburg) wahre Tobeparadiese entstanden. Auf dem Spielplatz Geheimnisvolle Insel gibt es eine Riesenrutsche, im Sommer können Kinder ab 6 J. in die Baumkronen des Hochseilgartens klettern (April–Okt. Fr–So, in den Ferien Mo–So | hanserock.de). Auch im Winter geöffnet hat die Nordwandhalle mit gigantischer Indoor-Kletterwand und Boulderfelsen (tgl. ab 10 Uhr | nordwandhalle.de). Teenies bevorzugen die kostenlose Profi-Skaterbahn, und mitten im Park liegt die Willi Villa (April–Okt. | willivilla.de) mit Pizza, Kuchen, Kanu- und SUP-Verleih.


Junges Schauspielhaus

Der Weg nach Ottensen lohnt, hier gibt es wirklich großartige Stücke für Kinder und Jugendliche: zeitgemäß und aufregend! Karten 7,50–13 Euro.

Gaußstr. 190 | Tel. 040 248713 | Metrobus 2 Gaußstraße


Museen

In allen staatlichen Museen ist der Eintritt für Kinder bis 18 Jahre frei. Und alle Museen bieten Kinderprogramme an. Zentrale Anlaufstelle ist der Museumsdienst
(Tel. 040 4
281310 | museumsdienst-hamburg.de).

Nett für Kinder und preiswert ist das Zollmuseum (Di–So 10–17 Uhr | 2 Euro, Kinder bis 17 J. frei | Alter Wandrahm 16 | www.museum.zoll.de | U 1 Meßberg) in der Speicherstadt.

Ganz umsonst ist die Zoologische Sammlung der Universität (Di–So 10–17 Uhr | Martin-Luther-King-Platz 3 | www.cenak.uni-hamburg.de | Metrobus 4, 5 Grindelhof) mit ausgestopften Tieren. Auch Walross Antje, lange das Maskottchen des NDR, ist hier zu sehen.


Veranstaltungen in Hamburg


Die Hanseaten lieben ihre Feste: den Dom genannten Jahrmarkt auf dem Heiligengeistfeld (dreimal im Jahr), das Springreiter-Derby in Klein Flottbek ebenso wie die vielen Stadtteilfeste wie die Altonale in Ottensen oder andere Feste in St. Georg, Eimsbüttel oder Winterhude (Termine: www.hamburg.de).
 

April/Mai

Erneuerbare Lesetage: Aus Protest gegen die Atomindustrie riefen Autoren das alternative Literaturfestival ins Leben. Mittlerweile lesen an sieben Tagen über 40 Künstler – ohne Gage; Eintritt frei. www.lesen-ohne-atomstrom.de
Hafengeburtstag (Anfang Mai):
Rummel an den Landungsbrücken mit Windjammerparade und Schlepperballett. hamburg.de/hafengeburtstag

Mai/Juni

Elbjazz-Festival: Jazz vom Feinsten im und um den Hafen und in der Elbphilharmonie. www.elbjazz.de

Juni/Juli

Altonale: drei Wochen Kunst und Kultur: Stadtteilfest in Altona. www.altonale.de
Derbywoche: schnelle Pferde, schöne Hüte in Hamburg-Horn. Rennbahnstr. 96  www.galopp-hamburg.de
Hamburger Balletttage: John Neumeiers Ballett fasziniert immer wieder neu. Staatsoper www.hamburgballett.de

Juli/ August

Hamburg Jazz Open: Openair-Jazz in Planten un Blomen. Ende Juni | www.jazzbuero-hamburg.de
Triathlon: schwimmen, radeln, laufen in der City. www.hamburg-triathlon.org
Christopher Street Day: einst nur für die schwule Gemeinde, heute buntes Straßenfest mit Umzug. St. Georg/Landungsbrücken | www.hamburg-pride.de

September/
Oktober

Nacht der Kirchen: Über 100 Kirchen öffnen 19–24 Uhr ihre Türen und bieten Gottesdienste, Musik, Kunst und Literatur. www.ndkh.de
Reeperbahnfestival: Der Kiez rockt in den Musikclubs. Ende Sept. | www.reeperbahnfestival.com

November/
Dezember

Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt, für die Kinder liegen Märchenschiffe am Jungfernstieg.
Silvesterfeuerwerk am Hafen; an den St.-Pauli-Landungsbrücken steppt um Mitternacht der Bär.


Touren in Hamburg


Auf und Ab im Blankeneser Treppenviertel

Bergsteigen in Hamburg? Wie das? Aber sicher, im Elbvorort Blankenese! Ziehen Sie feste Schuhe an. Sie kraxeln mitten durch das „Positano des Nordens“ – stets mit herrlichem Blick auf die Elbe.
 

START:

S-Bahnhof Blankenese

ZIEL:

Süllberg

Strecke:

leicht, 2,5 km, Höhenmeter: 75 m

Dauer:

4 Stunden, reine Gehzeit: 1 Stunde

Kosten:

Ca. 20 Euro/Person für Kaffee und Imbiss, evtl. Busticket (Achtung: Schnellbuszuschlag!)

Mitnehmen:

Fitness zum Treppenlaufen auf und ab

Achtung:

Vom Zielpunkt Süllberg fährt die „Bergziege“ (Bus Linie 48) zurück zum S-Bahnhof Blankenese.

Startpunkt in Blankenese ist der 1 S-Bahnhof Blankenese. Erstes Aufwärmtraining ist der Miniaufstieg zum 2 Gossler-Haus. Laufen Sie über die Ampel schräg rechts die Blankeneser Landstraße entlang; rechts vom schmalen Bürgersteig führen gleich oder etwas später einige Stufen in Gosslers Park hoch. Sehen Sie schon etwas oberhalb das prachtvolle weiße Herrenhaus? Es wurde lange Jahre als Ortsamt genutzt, heute ist es Tagungszentrum einer privaten Universität. Jetzt geht es bergab, über die Ampel der Blankeneser Landstraße in die Kirschtenstraße. Dort lockt eine erste Stärkung: Scones in 3 Lühmanns Teestube (tgl. | Blankeneser Landstr. 29 | Tel. 040 86 34 42). Die Kirschtenstraße bis zum Ende hochgehen, linker Hand liegt ein altehrwürdiges Gymnasium. Gehen Sie über den Zebrastreifen, dann kurz links und bei der nächsten Gelegenheit rechts in den 4 Hessepark. Das Hessehaus ist heute eine evangelische Schule.

Gehen Sie die Wiese nach unten und bei den Bänken im Kreis den Weg rechts und hinaus aus dem Park. Auf der Straße Kiekeberg ein kurzes Stück nach links, dann rechts in die 5 Charitas-Bischoff-Treppe. Voilà – der Abstieg beginnt, Sie sind im Herzen des Treppenviertels. Rechts und links zum Greifen nah stehen die alten Häuser, getrennt nur durch steile Treppen und schmale Wege. Sie blicken in Gärten und Küchenfenster, rechts oberhalb sehen Sie die Flaggen auf dem Süllberg, unter Ihnen glänzt die Elbe. Weiter geht’s bergab, Sie kreuzen die Blankeneser Hauptstraße. Vielleicht kommt gerade der „Bergziege“ genannte Kleinbus vorbei. Von dem könnten Sie sich jetzt ans Elbufer kutschieren lassen. Schöner ist der Fußweg über 6 Schlagemihls Treppe bergab. Erneut kreuzen Sie die Hauptstraße. An der Hausnummer 38 gegenüber geht es vorbei und links in die Hans-Lange-Straße. Fast sind Sie an der Elbe.

Jetzt zieht es Sie wieder nach oben, denn Sie wollten ja bergsteigen: Da, wo die letzten Autos stehen, steigen Sie rechts ein kleines Stück die Elbterrasse hoch. Beachten Sie das historische 7 Dreehuhs für drei Fischerfamilien (Hausnr. 4–6) und nehmen Sie die Süllbergterrasse rechts hoch. Achtung, es wird steil. Oben kurz links und gleich wieder rechts treffen Sie auf den 8 Kaffeegarten Schuldt (im Sommer tgl., im Winter nur Fr–So | Tel. 040 86 24 11 | www.kaffeegarten-schuldt.de), seit über 130 Jahren im Familienbesitz. Der Kuchen ist hausgebacken, das Ambiente einmalig. Nun haben Sie es fast geschafft. Aus dem Café nach links, noch einmal 200 m bergab und die nächste Möglichkeit wieder links hoch. Nach einigen Stufen stehen Sie vor dem Aufgang zum 9 Süllberg: Luxusrestaurant, Hotel und Biergarten. Ein unglaublicher Blick über die Elbe und ein kühles Weizen: Gipfelglück!

 


Radtour durch die Hafencity

Sie fahren durch die Hafencity, über Brücken und neue Straßen, an Baustellen und Museen vorbei und machen einen Abstecher in die Speicherstadt. Entdecken Sie den Stadtteil, der weiter Richtung Osten wächst, zwischen Bürohochglanz, Flaniermeilen und Alltagsleben.
 

START:

Unileverhaus

ZIEL:

Magellan-Terrassen

Strecke:

5 km

Dauer:

3 Stunden, reine Fahrzeit: 40 Minuten

Kosten:

ca. 12,50 Euro für die Fahrradmiete; Sie können Ihr Stadtrad auch zwischendurch abstellen, z. B. an der Station bei der U4 an der Hafencity-Universität, und sich später wieder eines ausleihen, so sparen Sie Gebühren.

Achtung:

Die Hafencity ist noch auf Jahrzehnte hin eine Baustelle; Änderungen in der Verkehrsführung sind möglich.

Start ist die Stadtrad-Station vor dem 1 Unileverhaus am Strandkai. Dort befindet sich auch der neue Grasbrookpark, ein toller Spielplatz mit Fitnessparcours für Erwachsene. Schräg gegenüber liegen die bunten Container des provisorischen Kreuzfahrtterminals. Vielleicht liegt gerade ein Luxusschiff wie die „Aida“ vor Anker. Lassen Sie die Terminals rechts liegen, und radeln Sie die Linkskurve an der neuen Haltestelle der U4 vorbei zum Heizwerk, dann biegen Sie rechts ab in die Überseeallee. Linker Hand liegt das 2 Überseequartier, die Einkaufsmeile des Stadtteils. Sie biegen vor der Magdeburger Brücke links ab und kommen über die Osakaallee zum 3 Störtebeker-Denkmal unten vor der Busanbrücke. Gegenüber steht der prachtvolle Speicherbau des Maritimen Museums.

Fahren Sie über die Brücke, und Sie sind am 4 Magdeburger Hafen mit den überdimensionierten Elbarkaden. Sie können das Rad unten abstellen und oben ein paar Minuten flanieren. Im Sommer gibt’s nette Kneipen, im Winter ist es hier kalt und leer. Am Ende der Arkaden links liegt das Hauptquartier von Greenpeace. Die Ausstellung im Foyer kann kostenlos besichtigt werden (Mo–Fr 9–17 Uhr, April–Okt. auch So). Mit dem Rad radeln Sie weiter unten, das Wasser immer an Ihrer rechten Seite. Unter der Brücke durch, auf das kantige Gebäude der 5 Hafencity-Universität zu: Hier studieren künftige Stadtplaner und Architekten, das Unicafé hat eine Terrasse mit Premiumblick. Fahren Sie ums Gebäude rum, nach rechts auf die neue Baakenhafenbrücke, an deren Ende der 6 View Point Hafencity steht. Vor Ihnen liegt das neue Baakenhafenquartier: Die ersten Häuser sind fertig, bald wohnen auch hier Hunderte von Menschen.

Sie kehren nun um, fahren das kurze Stück zurück zur Shanghaiallee, in die Sie rechts einbiegen. Linker Hand sehen Sie ein Gebäude mit gewellter Fassade, ganz oben hängt eine Kirchenglocke: Die kleine Kapelle des 7 Ökumenischen Forums ist eine Oase der Ruhe. Legen Sie ein Päuschen ein, und gönnen Sie sich im Weltcafé Elbfaire einen fair gehandelten Cappuccino. Schräg gegenüber liegt das Automuseum Prototyp. Sie radeln vor dem Museum in die winzige Steinschanze und Steinstraße und landen im 8 Lohsepark. Für die vielen Anwohner ist das Grün leider sehr schmal geraten, aber besser als nix. Der Park ist auch eine Gedenkstätte. Vom einstigen Hannoverschen Bahnhof aus fuhren 1940 bis 1945 die Deportationszüge in die Vernichtungslager ab; eine Tafel erzählt davon. Bis das Dokumentationszentrum fertig ist, informiert ein Interimspavillon über dieses dunkle Kapitel. Halten Sie sich links, verlassen Sie den Park, und radeln Sie rechts die Stockmeyerstraße hinunter. Auf der anderen Seite des Kanals blicken Sie in die spiegelnden Fenster von Deutschlands Nachrichtenzentrale: „Der Spiegel“ hat hier seinen prachtvollen Amtssitz. Sie radeln die Stockmeyerstraße weiter bis zur Eisenbahnbrücke. Dort, unter den Gleisen, steht ein schiefes Klinkerhäuschen. Das ist die 9 Oberhafen-Kantine, einst Kaffeeklappe für Hafenarbeiter und nun Restaurant, in dem Sie sich eine Stärkung genehmigen. Gleicht dahinter liegt das Oberhafen-Quartier mit seiner Kreativwirtschaft.

Nach dem Imbiss geht es weiter über die Oberhafenbrücke (über Ihnen der Zugverkehr) und dann gleich links auf die befahrbare Hochwasserschutzanlage. Voilà: Sie befinden sich bei den 10 Deichtorhallen, die heute als Ausstellungsräume genutzt werden. Sie überqueren die große Straße und fahren weiter auf der Hochwasserschutzanlage an der Rückseite des Deichtorcenters entlang. Sie halten sich immer an der Wasserseite am Rand des Zollkanals und fahren parallel zur Speicherstadt. Nach ca. 300 m kommen Sie an der schönen 11 Katharinenkirche vorbei. 100 m weiter spannt sich die zweigeschossige Kibbelstegbrücke über den Kanal. Fußgänger laufen oben, Radler nehmen die Rampe nach unten und rollen in die 12 Speicherstadt, ein Backsteinensemble aus wilhelminischer Zeit. Über den zweiten Teil der Brücke geht’s auf den Großen Grasbrook zu, wo Sie nach 100 m auf die 13 Magellan-Terrassen treffen. Hier steht immer noch der kleine Elbphilharmonie-Pavillon, obwohl das Haupthaus ja schon lange fertig ist. Stellen Sie Ihre Räder an der Ecke Kaiserkai ab, und werfen Sie noch einen Blick auf Hamburgs neues Wahrzeichen, die Elbphilharmonie.

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Bildnachweis:

Rathaus - mauritius images / Christian Bäck

St. Michaelis - mauritius images / Ingo Boelter

Elbphilhamonie - mauritius images / Westend61 / Willing-Holtz