Sehenswürdigkeiten in Heidelberg

Reiseführer Heidelberg

Heidelberg in ein paar Stunden? Das können Sie natürlich machen. Aber eigentlich ist die Stadt für schnelles Sightseeing nicht geschaffen. Was Dichter, Maler und Philosophen zu allen Zeiten begeisterte, verlangt auch heute nach etwas Zeit und Muße.

Die Heidelberger Altstadt unterteilt sich in die genaueren Bezeichnungen „unne“ und „owwe“, also „unten“ und „oben“. Ihr „unterer“, westlicher Teil beginnt am Bismarckplatz und reicht bis zum Universitätsplatz. Dort, also „owwe“, beginnt die historische Altstadt. Allein hier begegnen Sie an jeder Ecke den steinernen Zeugen der bewegten Geschichte – dazu gehört mit an erster Stelle die 1386 gegründete Universität. Die schillernde Vergangenheit der Stadt können Sie aber auch bei einem Museumsbesuch erleben: So präsentieren beispielsweise das Kurpfälzische Museum, die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte und das Universitätsmuseum beeindruckende Exponate.

Die Hauptstraße, die Einkaufsmeile der Stadt, ist ein Magnet für Besucher. Doch auch in den Gassen werden Shoppingfans fündig, und gleichzeitig gibt es in Innenhöfen oder an Hausgiebeln viel Schönes und Interessantes zu entdecken. Nehmen Sie sich Zeit zum Bummeln – und denken Sie daran, bequeme Schuhe anzuziehen, denn die meisten Straßen in der Altstadt sind mit Kopfsteinpflaster befestigt.

Auf einem Spaziergang lassen sich auch das Schloss und der Schlossgarten erkunden. Hier versteht man so manchen verzauberten Dichter, der hier einst lustwandelte. Ebenso kann es Ihnen auf der anderen Neckarseite ergehen: auf dem Philosophenweg, der zu den schönsten Höhenpromenaden Europas zählt.

Neben der Altstadt warten noch andere Stadtteile auf Ihren Besuch: Neuenheim, die feine Adresse über dem Neckar, das alte, beschauliche Handschuhsheim mit seiner Tiefburg aus dem 13. Jh., das neu entdeckte Bergheim und die Weststadt mit ihren prachtvollen Bürgerhäusern.


Inhaltsverzeichnis


Top Sehenswürdigkeiten in Heidelberg

Alte Brücke Heidelberg

Alte Brücke

„Die Brücke zeigt sich von hier aus in einer Schönheit wie vielleicht keine Brücke der Welt …“, mutmaßte Johann Wolfgang von Goethe 1797, als er sie zum ersten Mal sah. Und in der Tat hätte sie den Schmuck der drei Standbilder, die allesamt Kopien sind, gar nicht nötig, um ihre ureigene Schönheit zu zeigen. Das Ensemble von Brücke und dazugehörigem Tor, das zu einem kleinen Ankunftsplatz führt, war zu allen Zeiten ein beliebtes Motiv für Maler und Fotografen.

Die Karl-Theodor-Brücke, wie sie offiziell heißt, wurde im Lauf ihrer Geschichte neunmal aufgebaut, zuletzt 1788. Von acht Pfeilern getragen, ist die heutige Version erstmals ganz aus Stein. Der Barockfürst Karl Theodor ließ sie errichten, wofür er ein Standbild auf der Brücke erhielt, das gute Nachbarschaft mit der Pallas-Athene-Statue pflegt. Im richtigen Leben allerdings war die Freundschaft des Kurfürsten mit der Göttin der Künste und der Wissenschaft weniger fruchtbar: Unter seiner Regentschaft (1742–99) büßte die Heidelberger Universität viel an Bedeutung ein. Durch den letzten Brückenbau musste das Standbild des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk auf den nördlichen Brückenkopf ausweichen. Das doppeltürmige Brückentor ist seit dem Spätmittelalter in seiner Grundform erhalten. Die Türme dienten ehemals als Kerker sowie als Wohnort des Brückenwächters.

Linie 34 Alte Brücke Nord

 

Bergbahn

Zum Glück gibt es die Bergbahn! Jetzt können Sie Ihre Füße schonen und trotzdem den Heidelberger Hausberg, den Königstuhl (568 m) erklimmen. Von oben haben Sie einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Die beiden historischen Wagen, die zwischen Molkenkur und Königstuhl verkehren, wurden vor einigen Jahren vollständig restauriert – so blieb ein wahres Kleinod Heidelbergs erhalten. Heute treffen hier zwei Superlative aufeinander: Die Bahnen im unteren Bereich gelten als modernste Bergbahn Deutschlands, die obere Strecke wird von der ältesten elektrisch betriebenen Standseilbahn befahren. Die Talstation befindet sich am Kornmarkt.

www.bergbahn-heidelberg.de

Jesuitenkirche Heidelberg

Jesuitenkirche

In der Innenstadt fast abseits und deshalb in angenehmer Stille liegt die Jesuitenkirche, das größte katholische Gotteshaus der Stadt, umgeben von anderen großen Jesuitenbauten wie dem ehemaligen Collegium Carolinum und dem ehemaligen Jesuitengymnasium. Die Baugeschichte der Kirche seit der Grundsteinlegung 1712 ist von Veränderungen geprägt. Als der Turm 1872 vollendet war, erlitt das barocke Kirchenschiff eine pompöse Neugestaltung, die in späteren ­Restaurierungen zugunsten eines groß­zügigen und hellen Gesamteindrucks zurückgenommen wurde. Die Barock­ausstattung gibt es heute nicht mehr. Der Kirche ist ein kleines Museum für sakrale Kunst und Liturgie des 17.–19. Jhs. angeschlossen.

Museum Juni–Okt. Di–Sa 10–17, So 13–17 Uhr, Nov.–Mai nur Sa, So | Eintritt 3 Euro | Richard-Hauser-Platz | Linie 31, 32 Universitätsplatz

 

Grünanlage Klingenteich

Ein verborgenes Idyll: die einzige Hei­delberger Grünanlage mit einem yz Wasserfall. Die Anlage, die schon Ende des 19. Jhs. bestand, lädt mit verschiedenen Sitzgelegenheiten und einer Aussichtsterrasse zum Luftholen und Entspannen ein. Besonders im Sommer finden Besucher hier ein schönes Plätzchen für ein Picknick.

Klingenteichstraße | Linie 31–33 Peterskirche

Heiliggeistkirche Heidelberg

Marktplatz

Wer ist der Schönste in der ganzen Stadt: der Marktplatz oder der Universitätsplatz? Deutliche Vorteile hat der Marktplatz: mit dem Rathaus und der Heiliggeistkirche sowie mit den prächtigen Fassaden des Ritters (Hauptstr. 178) und der barockzeitlichen Alten Hofapotheke (Hauptstr. 190). Bei einem Kaffee neben dem Herkulesbrunnen kann man die geschlossene Harmonie des Raums ge­nießen. Rathaus und Heiliggeistkirche tauchen den Marktplatz bei spätem Sonnenschein in ein ganz besonders schönes Licht. Ihr roter Sandstein ist das Merkmal der großen Heidelberger Bauten. Einen Steinwurf entfernt erinnern das Palais Graimberg (Kornmarkt 5, heute städtische Behörde) und das Palais Boisserée (Hauptstr. 207–209, heute Germanistisches Seminar) an wichtige Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Graf Charles de Graimberg wird von den Lokalhistorikern als „Retter des Schlosses und eigentlicher Gründer des Kurpfälzischen Museums“ geehrt. Seine private Historiensammlung bildete den Grundstock des heute interessantesten Museums der Stadt.

Linie 33 Rathaus/Bergbahn, Linie 35 Alte Brücke

 

Zum Ritter St. Georg

Mit seiner eleganten steinernen Renaissancefassade, den kannelierten Säulen und kunstvoll gemeißelten Fensterblöcken ist der „Ritter“ das nach dem Schloss meistfotografierte Gebäude in Heidelberg. Der Namensgeber heißt St. Georg und steht – als Nachbildung des 1870 abgestürzten Originals – ganz oben am Giebel. Im Jahr 1592 ließen der Tuchhändler Charles Belier und seine Ehefrau Francina das Haus errichten, das heute ein Hotel beherbergt. Als das schönste und künstlerisch wertvollste historische Bürgerhaus der Stadt steht der „Ritter“ unter Denkmalschutz.

Haupt­str. 178 | Linie 33 Rathaus/Bergbahn

Heidelberger Schloss

Dreimal im Jahr, wenn sich die Dunkelheit über die Stadt legt, tunkt ein bengalisches Feuer die Schlossruine in ein grelles, glühendes Rot. Rauchschwaden steigen in die Luft, es knallt und pfeift fast wie in einem Kanonenfeuer. Das ist genau so gewollt, schließlich erinnert die Heidelberger Schlossbeleuchtung an die Zerstörung des Schlosses durch die Franzosen im 17. Jh. Wenn das „Feuer“ langsam verblasst, beginnt der eigentliche Teil der Schlossbeleuchtung: Ein Feuerwerk sprüht spektakuläre Farben in den Himmel über der Alten Brücke. Ein solches Feuerwerk ließ Kurfürst Friedrich V. 1613 erstmals inszenieren, um seine frisch angetraute Gemahlin Elizabeth Stuart standesgemäß zu begrüßen. Dies war der Anfang einer Tradition über die Jahrhunderte – eine Zeit, in der das Schloss unsichere Zeiten überstehen musste.

Die Gesamtanlage von Schloss und Schlossgarten erlebte eine wechselvolle Geschichte von Aufbau, Zerstörung und teilweiser Rekonstruktion. Man kann an dem unterschiedlich gestalteten Gemäuer ablesen, dass hier verschiedene Baumeister und Bauherren wirkten. Und auch heute wird, meist unbemerkt, gebaut. Der Aufbau von Wehr und Residenz begann um das Jahr 1400 und endete 1619 mit dem Beginn des Dreißigjährigen Kriegs. Berühmtheit erlangte das Schloss allerdings erst als Ruine, zu der es im Orléansschen Erbfolgekrieg verkam. Dem Sonnenkönig Ludwig XIV. gefiel die Pfalz so gut, dass er sie Frankreich kurzerhand einverleiben wollte. Von ihm gehegte Erbansprüche, die sich mit der nach Frankreich verheirateten Liselotte von der Pfalz verbanden, versuchten französische Truppen militärisch durchzusetzen. Sie fielen mehrfach in Heidelberg ein und machten es dabei dem Erdboden gleich. Das Schloss blieb beim Wiederaufbau der Stadt im 17. und 18. Jh. unberücksichtigt. Zwar machten die Kurfürsten zaghafte Versuche der Restaurierung, doch dann gerieten sie mit ihren Bürgern in heftigen Streit, ob die Stadt evangelisch oder katholisch werden sollte. Schließlich zogen sie beleidigt nach Mannheim und residierten fortan dort.

Das Schloss mit seinen ausgebrannten und zerborstenen Türmen und Palästen entwickelte sich dennoch zu einem Besuchermagneten – seit dem 19. Jh. zieht die Ruine Besucher in ihren Bann. Auf keinen Fall sollten Sie den Schloss­altan versäumen, den „Balkon der Kurfürsten“: Hier haben Sie einen unvergleichlichen Ausblick.

Schon von der Stadt aus sticht die Fas­sade des 1601–04 errichteten Friedrichsbaus ins Auge, die einzige gestaltete Außenfassade des Schlosses, das seine Schönheit ansonsten nach innen kehrt. Im Piano nobile ist eine Präsentation von Tafelsilber zu besichtigen (nur im Rahmen einer Schlossführung). Die wertvollen Stücke gehörten zu den mehr als 300 Geschenken zur goldenen Hochzeit des Großherzogs Friedrich und seiner Gemahlin Luise im Jahr 1906.

Eine schmale Brücke führt in den Innenhof. Im Osten ließ Kurfürst Otto Heinrich den nach ihm benannten Ottheinrichsbau errichten. Die formenreiche Innenhoffassade gilt als mustergültiges Beispiel deutscher Renaissancebaukunst. Im Norden schließt sich der 1546 fertiggestellte Gläserne Saalbau an, benannt nach dem Fest- und Spiegelsaal im ersten Geschoss, mit Bauelementen der Gotik und der Renaissance.

Neben dem Friedrichsbau liegt in einem kleinen Keller das sagenumwobene, 250 Jahre alte Große Fass. Man sieht gleich, dass dieser Raum nicht für den 221 726 l fassenden Bottich gebaut wurde, sondern für kleinere Vorgänger. Das älteste Gebäude der heutigen Schlossanlage ist der schmucklose Ruprechtsbau (15. Jh.) im Westen des Hofs. Ein Bibliotheksbau verbindet ihn mit dem ehemaligen Frauenzimmerbau, wo heute der Königssaal Empfängen und Aufführungen dient.

Dem Schlossgarten, unter Kurfürst Friedrich V. als „Hortus Palatinus“ (Garten der Pfalz) angelegt, war durch den Dreißigjährigen Krieg seine geplante Entfaltung nicht vergönnt. Fast noch schöner als am Tag zeigen sich heute Schloss und Garten bei einem yz Abendspaziergang. Vielleicht treffen Sie dann auch die heimlichen Schlossbewohner: Die Ruine ist nämlich ein bedeutendes Fledermausquartier. Jedes Jahr im Herbst fliegen Hunderte von ihnen in die alten Gemäuer und suchen sich ihre Stelle für den Winterschlaf. Jedes Tier hat seine ganz persönlich Ritze. Um die stark bedrohten Tiere nicht zu stören, verbot die Stadt sogar den beliebten Schlossweihnachtsmarkt – zu viele Fledermäuse waren in den Jahren zuvor durch den Lärm gestorben.

Schlosshof tgl. 8–18 Uhr, Schlossgarten Tag und Nacht zugänglich | Schlossführungen im Sommer tgl. 10–16 Uhr, im Winter Mo–Fr 11, 12, 14 und 16, Sa, So 11–16 Uhr | Schlossticket (Schlosshof, Fasskeller, Apothekenmuseum und Bergbahnfahrt) 7 Euro | Tel. 06221 658880 | www.schloss-heidelberg.de | Bergbahn Station Schloss

 

Studentenkarzer

Wenn Heidelberger Studenten bis Anfang des 20. Jhs. vorgaben, im „Sans­souci“, „Palais Royal“ oder gar im „Grand Hotel“ zu übernachten, dann handelte es sich unzweifelhaft um eine Zelle im Studentenkarzer, einem Studentengefängnis. Nach blutigen Raufereien, Einbrüchen in Gärten und Weinbergen drohte bis 1914 ein Arrest zwischen drei Tagen und vier Wochen –  allerdings durften die Studenten ihre Vorlesungen besuchen.

April–Okt. tgl. 10–18 Uhr, Nov.–März Mo–Sa 10–16 Uhr (in den Weihnachtsferien geschl.) | Kombiticket (Studentenkarzer, Alte Aula und Universitätsmuseum) 3 Euro | Augustinergasse 2 | www.heidelberg-marketing.de | Linie 31, 32 Universitätsplatz

 

Universitätsbibliothek

Erker, Giebel, Bekrönungen und Türme charakterisieren die Fassade des Bibliotheksgebäudes. Der eigenwillige Bau wurde 1905 von Josef Durm entworfen. Die Universitätsbibliothek Heidelberg zählt mit über 2,5 Mio. Bänden zu den berühmten Bibliotheken der Welt. Mit Platz eins im Bibliotheksindex belegt sie die Spitzenposition im Leistungsvergleich der großen wissenschaftlichen Biblio­theken in Deutschland. Sie bewahrt die yz deutschen Handschriften der Bibliotheca Palatina auf und besitzt Kopien der gesamten Handschriftenbestände dieser alten, heute im Vatikan  befindlichen Bibliothek. Der Raub der Bibliotheca Palatina, im Mittelalter Europas bedeutendste Büchersammlung, war ein einschneidendes Ereignis: 1622/23 wurden aus allen möglichen Bibliotheken Heidelbergs 3600 Handschriften und fast 13 000 gedruckte Bücher requiriert und nach Rom geschafft. Nach dem Sturz Napoleons erhielt Heidelberg einen Teil der Bibliotheca Palatina mit 847 deutschen, 26 griechischen und 17 lateinischen Handschriften zurück.

Mit der Manessischen Liederhandschrift, die 1888 wieder in den Besitz der Universität gelangte, verfügt die Bibliothek über das wertvollste Zeugnis der hochmittelalterlichen Buchkunst in Deutschland. Im Skriptorium wird die Herstellung von Pergament, Tinten und Farben im Mittelalter dokumentiert.

Ausleihe Mo–Fr 9–22, Sa 9–17 Uhr, Lesesaal bis 1 Uhr | Eintritt frei | Plöck 107–109 | www.ub.uni-heidelberg.de | Linie 31, 32 Universitätsplatz

 

Universitätsplatz

Auf den Terrassenstühlen, wo früher ein großes Tor den Eingang in die Stadt markierte, herrscht im Sommer Hochbetrieb. Kein Wunder, von hier aus gibt es viel zu entdecken.

Vor allem beim Eintreten in die Alte Aula in der ersten Etage des Barockgebäudes der Alten Universität bleibt Ihnen die Spucke weg. Ein Gänsehautmoment! Hier weht Ihnen noch immer der akademische Geist entgegen. Überall sehen Sie Bildnisse und Büsten von Gründern und Förderern der Universität und ihren wichtigsten Gelehrten. Wie das ganze Gebäude diente die Aula einst der Lehre. Heute ist sie der Hauptrepräsentationsraum der Universität. Ebenfalls interessante Sehenswürdigkeiten sind das einbezogene Universitätsmuseum und das östliche angebaute Pedellenhaus mit dem Studentenkarzer. An der Südseite des Platzes thront die Neue Universität – ein sachlicher Bau, der ab 1931 dank
einer millionenschweren Spende von Amerikanern die benötigten Hörsaalkapazitäten schuf.

Malerisch präsentiert sich der kleine Innenhof, der die Neue Universität mit dem Hexenturm (Teil der alten Stadtmauer) verbindet. Am Ausgang steht an der Seminarstr. 2 das Collegium Academicum, für viele das schönste Barockgebäude der Stadt. Die dreiflügelige Anlage entstand 1750 als Jesuitenkonvikt. Im 19. Jh. diente es nacheinander als Irrenanstalt, Klinik und Kaserne. Und nach dem Zweiten Weltkrieg sollte es als selbst verwaltetes Studentenwohnheim zur „demokratischen Umerziehung der deutschen Jugend“ beitragen. Das bunte ­Leben im „C. A.“ mit Theaterbühne, Musikkeller und linkspolitischen Diskussions­zirkeln missfiel der Universitätsleitung seinerzeit schon lange, weshalb das Gebäude 1978 für die Universitätsverwaltung frei gemacht wurde. An der Ecke zur Grabengasse steht schließlich die Universitätsbibliothek als prunkvoller roter Sandsteinbau.

Linie 31, 32 Universitätsplatz

 

Hauptstrasse

Heidelberg kann sich rühmen, eine der längsten Fußgängerzonen Europas zu besitzen. Sie ist 1,6 km lang und erstreckt sich vom Bismarckplatz bis zum Rathaus, heißt schlicht Hauptstraße und ist es auch. Historisch muss die Hauptstraße dieses Prädikat allerdings mit der Unteren Straße teilen. Die Shopping­meile wartet auf mit Kaufhäusern, Barockbauten und Renaissancefassaden, Bou­tiquen und schönen Cafés. Die Alte Universität und der Universitätsplatz teilen diesen Straßenzug für Einheimische in die „untere Hauptstraße“ (vom Bismarckplatz bis zum Universitätsplatz) und die „obere Hauptstraße“ (vom Universitätsplatz bis zum Karlstor). Im oberen Teil liegen unter anderem der Marktplatz mit der Heiliggeistkirche und dem Haus Zum Ritter St. Georg sowie der benachbarte Kornmarkt. Zu den Glanzlichtern im unteren Teil gehören dasKurpfälzische Museum und der Heidelberger Kunstverein (beide Nr. 97), das Café Schafheutle (Nr. 94) und das Theater der Stadt Heidelberg (Ecke Hauptstraße/Theaterstraße).

Linie 5, 21–23, 26, 29, 31–35, 39 Bismarckplatz, Linie 31, 32 Universitätsplatz

 

Kurpfälzisches Museum

Von der Urzeit schnell ins 20. Jh. – das ist doch mal eine Zeitreise! Auf Ihrem Rundgang durch die Geschichte begegnen Sie im Kurpfälzischen Museum sogar dem Homo heidelbergensis – keine Angst, natürlich nur einer Kopie des Unterkiefers des berühmten Urmenschen. Die archäologische Abteilung des Museums beherbergt aber noch einige vor- und frühgeschichtliche Funde mehr aus dem Rhein-Neckar-Raum.

Und wie das Leben in der Kurpfalz  ausgesehen hat? Das erfahren Sie dank historischer Wohnräume, der Kleidung von Heidelberger Familien aus dem 18. und 19. Jh. und der Abteilung zur Stadtgeschichte. Außerdem zu bewundern: die berühmte Sammlung Frankenthaler Porzellans und das kostbare Tafelsilber der Kurfürstin Elisabeth Augusta. Auch wer Malerei liebt, wird fündig, vor allem die Gemälde der Heidelberger Romantiker sind sehenswert.

Übrigens: Das Palais Morass, in dem das Kurpfälzische Museums untergebracht ist, zählt zu den herausragenden Barock­bauten der Stadt. Kein Wunder, dass es sich auch im Museumsgarten ganz gut aushalten lässt.

Di–So 10–18 Uhr, Führungen nach Voranmeldung | Eintritt Mo–Sa 3 Euro, So 1,80 Euro | Hauptstr. 97 | Tel. 06221 5834000 | www.museum-heidelberg.de | Linie 31, 32, 35 Marstallstraße

Top Bewertungen

in Heidelberg

 

 

Hauptstr. 10-14
69117 Heidelberg, Altstadt
Termin 4
Steingasse 3
69117 Heidelberg, Altstadt
Termin 4

Freizeit & Sport in Heidelberg

Der Panorama Spa Club (2½ Std. 25 Euro, Tageskarte 60 Euro, jeweils ohne Solarium | Friedrich-Ebert-Anlage 1 | Tel. 06221 5150 | www.europaeischerhof.com | Linie 21, 23, 26, 31, 33, 34 Adenauerplatz) im Hotel Europäischer Hof bietet Sauna, Sanarium, Dampfbad, Solarium, Schwimmbad und Fitnessgeräte. Nach einem Besuch in der Beauty Lounge fühlen Sie sich wie neugeboren.

 

Tief durchatmen können Sie in der Salzoase Casa Salis (Probierpakete ab 50 Euro, Soleschwebebad 35 Euro, Massageliegen 15 Minuten ab 5 Euro | Poststr. 36 | Tel. 06221 6536988 | Linie 22, 32, 35 Altes Hallenbad). Neben den mit Himajasalz ausgekleideten Salzräumen gibt es auch einen Massagesessel sowie Jade-, Wasser- und Klangwellen-Massageliegen.

 

Für gut trainierte Läufer bietet sich ein Sightjogging an. Die offizielle Teilstrecke des Heidelberger Halbmarathons beginnt an der Albert-Ueberle-Straße in Neuenheim. Nach ca. 300 m Steigung belohnt Sie am Philosophenweg ein grandioser Ausblick. Weiter in den Wald und nach einer zweiten Steigung zur Moltkehütte: Nun laufen Sie bergab nach Ziegelhausen (von dort auch Rückfahrt mit Bus­linie 34) oder zum Haarlass – beides ist durch Wegsteine ausgeschildert.

Für weniger Geübte lässt es sich im Neuenheimer Feld laufen oder walken. Der Weg ist ein reiner Laufpfad und Radweg seitlich des Neckars bzw. Neckarkanals mit schönem Blick auf Fluss und Felder.
Über den Wehrsteg (nahe dem Heidelberg Marriott Hotel) auf die andere Neckarseite, und es kann losgehen: links abbiegen, immer am Kanal entlang in Richtung Ladenburg.

Das City-Bad (Mo 14–19.30, Di 7–14 und 16–21.30, Mi 7–18, Do–Sa 7–19.30, So 8.30–14.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.swhd.de/city-bad | Linie 5, 21–23, 26, 29, 31–35, 39 Bismarckplatz) im Darmstädter Hof Centrum ist ideal für alle, die zwischendurch schnell schwimmen gehen möchten. Für ganz ambitionierte Wassersportler gibt es sogar eine Schnellschwimmbahn und eine Fitnessbox mit Trainingsequipment.


Heidelberg am Abend

Nee, Sie sind natürlich nicht in Italien, aber im Sommer könnte man es meinen, wenn die gesamte Altstadt mediterrane Urlaubsstimmung verströmt.

Die Heidelberger bringen es fertig, selbst im Januar bei Sonnenschein dick eingemummelt draußen zu sitzen, Zeitung zu lesen und Cappuccino zu trinken. Doch vor allem die Sommerabende genießt man an allen Ecken der Stadt, und auch die kleinste Taverne hat Stühle draußen stehen.

Und wenn die Nacht hereinbricht, werden nicht etwa die Gehsteige hochgeklappt. Dann geht es erst so richtig los, in der Altstadt ebenso wie in den Außenbezirken, wo sich einige größere Diskotheken und Nachtlokale etabliert haben. Allen voran ist hier der Karlstorbahnhof zu erwähnen, der mit mehreren Bühnen aufwartet. Richtig ab geht’s in der Halle 02. Vor allem angesagt sind die Elek­tro-und 90er-Partys oder die wechselnden Liveacts. Geradezu üppig vertreten sind Kneipen und kleine Bistros – besonders viele gibt’s um die Alte Brücke und die Untere Straße herum sowie im Stadtteil Bergheim und in der Weststadt. Wer Theater und Konzerte liebt, hat keine große Qual, denn die Auswahl ist begrenzt – daher empfiehlt es sich, frühzeitig Karten zu reservieren.

Bent Bar

Vergessen Sie die alten Tanten Pina Colada oder Sex on the Beach. In der umgebauten Zweizimmerwohnung, dekoriert im Stil der 1960er- und 1970er-Jahre, warten klangvollere Namen wie „Pick me up“ oder „Red Moon“ auf Sie. Das Beste daran? Die Drinks sind nicht teurer als in einer herkömmlichen Cocktailbar. Die Macher mixen hier selbst für ihre rund zwanzig Gäste. Lust auf ein Experiment mit Ingwer oder Ahorn­sirup?

Mo–Sa 19–2 Uhr | Leyergasse 2 | www.bentbar.de | Linie 33, 35 Neckarmünzplatz

Destille

Hier erwarten Sie Kunst an den Wänden, ein Baum mitten im Raum, Rockmusik und schweißtreibende Enge, und als Absacker-Cocktail gibt es einen Heidelberger Melonenschnaps.

So–Do 12–2, Fr, Sa 12–4 Uhr | Untere Str. 16 | www.destilleonline.de | Linie 35 Alte Brücke

Kulturbrauerei

Abendlicher Treffpunkt nebst Hotel in der Heidelberger Altstadt. Die Kunst des Bierbrauens verbindet sich mit deftigen Speisen und einer gemütlichen Atmosphäre. Bei einer Brauereiführung erhalten Sie Einblicke in die Braukunst und ihre Geschichte – und natürlich auch verschiedene Biersorten zum Probieren.

Tgl. 11.30–23 Uhr | Leyergasse 6 | www.heidelberger-kulturbrauerei.de | Linie 33, 35 Neckarmünzplatz

Sonderbar

Eine echte Heidelberger Institution, die „betreutes Trinken“ verspricht – und das nicht nur bei den 30 Sorten Absinth, die hier in den Regalen stehen. Zu empfehlen oder auch nicht: Hemingways Lieblingsdrink „Tod am Nachmittag“ (Absinth mit Sekt).

Tgl. ab 14 Uhr | Untere Str. 13 | Linie 35 Alte Brücke

Zeughaus-Bar

Zugegeben, die Zeughaus-Bar des Studentenwerks ist jetzt nicht der stylishste Ort für den Abend, dafür gibt’s wechselnde Veranstaltungen (Kunst, Konzerte, Jamsessions) und eine Palette fair gehandelter Produkte wie Kaffee oder Biobier aus der Bügelflasche. Und das günstig.

Mo–Sa 10–24 Uhr | Marstallhof 1 | www.stw.uni-heidelberg.de | Linie 31, 32 Universitätsplatz

Cave 54

Der Gewölbekeller in der Altstadt, in den Sie über eine schmale Wendeltreppe hin­absteigen, gilt als ältester Studentenjazzclub Deutschlands. Zahlreiche internationale Größen wie Louis Armstrong oder Carlos Santana spielten schon hier. Heute steigen hier Partys und Jazznights.

Mo–Mi 21–3, Do–Sa 21–4 Uhr | Krämergasse 2 | www.cave54.de | Linie 33 Rathaus/Bergbahn

Frauenbad

Kunst und Kultur unter dem denkmalgeschützten Dach des Alten Hallenbads – für Augen und Ohren ein Highlight mit Konzerten, After-Work-Partys und Eventspecials.

Mo–Do 10–3, Fr, Sa 10–5 Uhr | Bergheimer Str. 45 | www.frauenbad.com | Linie 22, 32, 35 Altes Hallenbad

Halle 02

Das Kultur- und Konzerthaus im ehemaligen Güterbahnhof ist einer der Hotspots, wenn es ums Partymachen geht. 90er-Partys, Indie, Elektro und diverse Liveacts gibt es nachts in den alten Lagerhallen auf die Ohren. Neben etablierten Künstlern rocken hier auch Newcomer die Bühne. Tagsüber steigen in den Hallen diverse kulturelle Events, Kunstausstellungen und Flohmärkte. Im Sommer lässt es sich mit einem Bier oder Eis super auf der Wiese neben den Hallen ent­spannen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise je nach Veranstaltung | Tel. 06221 3389990 | Zollhofgarten 2 | www.halle02.de | Linie 22 Gadamerplatz

Karlstorbahnhof

Das soziokulturelle Zentrum im alten Bahnhof ist bekannt für seine Konzerte und DJ-Events, aber auch für seine Kabarett-Kleinkunst-Comedy-Veranstaltungen. Literatur, Improtheater und Science-Slams gibt’s oben drauf. Ein Umzug in die Südstadt steht an.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise je nach Veranstaltung | Am Karlstor 1 | Tel. 06221 978911 | www.karlstorbahnhof.de | Linie 33, 35 Altstadt


Heidelberg mit Kindern

Explo Heidelberg

Sind Schatten immer schwarz? Und warum können Sandkörner tanzen? In der Explo-Halle auf dem Gelände des Zoos können Kinder naturwissenschaftliche Phänomene auf spielerische Weise kennenlernen: in einer interaktiven Ausstellung und einem Techniklabor.

Tgl. 10.30–15.30 Uhr | Besuch im Zooeintritt inbegriffen | Tiergartenstr. 3 | www.explo-heidelberg.de | Linie 31, 32 Zoo

Falknerei Tinnunculus

Ein Uhu namens Juliane, drei Sakerfalken, ein Wanderfalke, vier Buntfalken und ein Adler warten auf große und kleine Besucher.

Mo Ruhetag (außer an Feiertagen), Flugvorführungen April–Okt. Di–Fr 11.30, Sa/So sowie in den Ferien tgl. 11.30 und 15.30 Uhr | Eintritt 6Euro, Kinder 4 Euro | Königstuhl 2a | Tel. 06221 485936 (8–13 Uhr), Tel. mobil 0173 3067007 | www.tinnunculus-heidelberg.de | Bergbahn oder Linie 39 Königstuhl

Märchenparadies

Auf 28 000 m² Waldgelände begegnet man Schneewittchen, Zwerg Nase und Rumpelstilzchen. Auch für viel Action ist gesorgt mit Buggy-Rennstrecke, Trampolinspringen oder einer Fahrt mit der Parkeisenbahn.

Mitte März–Sept. Mo–Sa 10–18 (Juli/Aug. bis 19), So 10–19, Okt. tgl. 10–18, Anfang–Mitte Nov. tgl. 10–17 Uhr | bei schlechtem Wetter ggf. geänderte Öffnungszeiten | Eintritt 5 Euro, Kinder 4 Euro, Fahrgeschäfte ex­tra | König­stuhl 5 | Tel. 06221 23416 | maerchen-paradies.de | Bergbahn oder Linie 39 Königstuhl

Neckarkapitän

Beim Tretbootfahren auf dem Neckar können auch Kinder – mit Begleitung – Kapitän sein!

Verleih beim Bootshaus an der Neckarwiese | April–Sept. Mo–Fr ab 14, Sa, So ab 13 Uhr, jeweils bis 1 Std. vor Sonnenuntergang | 3 Personen 10 Euro, 4 Personen 12 Euro (jeweils 30 Minuten, jede weiteren zehn Minuten 2 Euro) | Tel. 06221 411925 | www.heidelberg-marketing.de | Linie 5, 23, 31 Brückenstraße

Spielplatz Neckarwiese

Für Klettermaxen und Abenteurer: Hier gibt’s Turngeräte, ein Wasserbecken zum Planschen und einen Kiosk für den schnellen Durst oder den kleinen Hunger. Aufpassen: Der Neckar ist sehr nah!

Uferstraße | Linie 5, 23, 31 Brückenstraße

Tiergartenbad

Bei Wasserratten extrem beliebt sind die 17 m lange Breitwellenrutsche und die Sprungtürme. Außerdem gibt‘s Beachvolleyball- und Basketballplätze und einen Wasser- und Abenteuerspielplatz. Zum Ausruhen geht es dann auf die riesige Liegewiese unter uralten Bäumen.

Mitte–Ende Mai und Anfang–Mitte Sept. tgl. 11–19, Juni–Aug. 9–21 Uhr | Öffnungszeiten sind witterungsabhängig | Eintritt 4 Euro, Kinder und Jugendliche 7–17 Jahre 2,50 Euro | Tel. 06221 5134420 | Tiergartenstr. 13 | www.swhd.de/tiergartenbad | Linie 37 Schwimmbad

Via Naturae – Walderlebnispfad

Auf 8 km bzw. 3,5 km langen Wegen informieren Bildtafeln über den Wald als Ökosystem und Teil der Lebensgrundlage des Menschen: eine hervorragende Ergänzung für den Biologieunterricht. Mit der Bergbahn geht’s zum Königstuhl, eine Infotafel befindet sich wenige Meter vom Ausgang entfernt.

Ganzjährig | short.travel/hei4 | Bergbahn oder Linie 39 Königstuhl

Zoo Heidelberg

Besondere Attraktionen sind die deutschlandweit einzigartige Junggesellen-WG im Elefantenhaus, die „jungen Wilden“, und natürlich der Streichelzoo.

März, Okt. tgl. 9–18, April–Sept. 9–19, Nov.–Feb. 9–17 Uhr | Eintritt 11 Euro, Kinder und Jugendliche 3–17 Jahre 5,50 Euro | Tiergartenstr. 3 | www.zoo-heidelberg.de | Linie 31, 32 Zoo

Zwinger 3

Das Kinder- und Jugendtheater bietet Theater auch für die Allerkleinsten ab zwei Jahren und hat die spielerische Nachbereitung jeder Aufführung mit allen Zuschauern auf der Bühne entwickelt.

Eintritt je nach Veranstaltung | Zwingerstr. 3 | Tel. 06221 583546 | www.theaterheidelberg.de | Linie 33 Rathaus/Bergbahn | Linie 31, 32 Universitätsplatz


Touren in Heidelberg

Philosophenweg und Neckarufer (zu Fuss)

Der Philosophenweg bietet beste Aussichten: Von hier aus, rund 300 m über der Stadt, präsentiert sich Heidelberg mit all seinen Sehenswürdigkeiten wie eine Theaterkulisse. Fürs Rahmenprogramm sorgt der Neckar, den Sie mit der Fähre überqueren, im Tretboot erobern und, vom Ufer aus, bei Tapas und Wein entspannt betrachten.

START:

Anlegestelle Marriott-Hotel

ZIEL:

KU17

Strecke:

6 km

Dauer:

1/2 Tag, reine Gehzeit: 2 Stunden

Kosten:

Neckarfähre 3 Euro, Tretboot 10 Euro für drei Personen bzw. 12 Euro für vier Personen (jeweils 30 Minuten, jede weiteren zehn Minuten 2 Euro)

Mitnehmen:

bequeme Schuhe, im Sommer Wasser und Sonnenschutz

Achtung:

Anlegestelle Marriott-Hotel: Die Neckarfähre Liselotte von der Pfalz verkehrt nur Mi–Mo (Fährbetrieb Anfang April–Ende Okt., weisse-flotte-heidelberg.de).

Von der 1 Anlegestelle Marriott-Hotel bringt Sie die Neckarfähre Liselotte von der Pfalz innerhalb weniger Minuten über den Fluss nach Neuenheim. An der Anlegestelle Campus beginnt der Spaziergang. Kurz vor der Theodor-Heuss-Brücke biegen Sie nach links in die Lutherstraße ein und von dort in die Brückenkopfstraße, die Sie zum 2 Café Blank (Mo–Fr 6.30–18.30, Sa 6.30–14, So 8–18 Uhr | Schulzengasse 6 | www.cafeblank.de) führt. Hier finden Sie allerlei Leckereien für ein Picknick unterwegs. Die über hundert Jahre alte Bäckerei bietet einen ganz besonderen Service, nämlich den Brotkalender für die ganze Woche. Wählen Sie nach Herzenslust Ihr Lieblingsbrot! Zurück am Neckar, folgen Sie dem Leinpfad flussaufwärts bis zur Alten Brücke.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehen Sie den schmalen, jedoch gepflasterten 3 Schlangenweg den Berg hinauf. Oben hält eine Aussichtskanzel einen ersten Ruhepunkt bereit, und Sie sehen die unten liegende Stadt aus einem neuen Blickwinkel. Wenden Sie sich nun nach Westen: Der 4 Philosophenweg führt Sie zunächst zur Meriankanzel, wo Bänke zu einer kleinen Pause einladen. Wildromantische private Gärten säumen den Weg, überall lässt das ungewöhnlich milde Klima exotische Pflanzen gedeihen, unter anderem Jasmin und Lorbeer aus Südeuropa oder Indigo aus dem Himalaja. Vorbei am Liselotte-Stein, der an die berühmte Prinzessin Liselotte von der Pfalz erinnert, gelangen Sie zur Liselotte-Hütte, wo Wanderer bei Regen ein schützendes Dach über dem Kopf finden. Schließlich erreichen Sie das Philosophengärtchen und werden mit dem schönsten Blick über Heidelberg belohnt. Zeit, das mitgebrachte Picknick auszupacken!

Sie müssen sich losreißen von dem atemberaubenden Anblick von Landschaft, Stadt und Fluss, denn es geht die vornehmen Häuserreihen entlang bergab zur Bergstraße in Neuenheim. Biegen Sie dort nach links ab zum 5 Neckarufer. Ein wohltuendes Fußbad im Fluss ist eine Möglichkeit der Entspannung, aber achten Sie auf die Schwäne – wenn Sie in ihr Revier eindringen, sind sie alles andere als freundlich.

Nun geht es wieder aufs Wasser, aber anders als am Anfang dieser Tour sind Sie jetzt Ihr eigener Kapitän: bei einer Tretbootfahrt auf dem Neckar. Die Anlegestelle befindet sich direkt vor Ihnen!

Anschließend wartet etwas weiter flussabwärts bei schönem Wetter das 6 KU17. Hier können Sie auf sehr angenehme Weise die Tour beenden, zum Beispiel bei einem Glas Roséwein und ein paar köstlichen Tapas.

 

 

Ländlich: Vom Bismarckplatz zur Tiefburg (zu Fuss)

Ein bisschen leiser und entspannter als in Heidelbergs Stadtzentrum präsentiert sich das Leben in Neuenheim und Handschuhsheim. Schon wenn Sie die Theodor-Heuss-Brücke überqueren, haben Sie das Gefühl, in ruhigere Gefilde zu kommen – was jedoch keinesfalls heißt, dass Sie hier nichts erleben können.

START:

Bismarckplatz

ZIEL:

Bismarckplatz

Strecke:

6km

Dauer:

1/2 Tag, reine Gehzeit: 1 1/2 Stunden

Kosten:

Straßenbahnticket 2,60 Euro

Achtung: Alt Hendesse: Straßenbahnlinien 5 und 23 (Hans-Thoma-Platz) zum Bismarckplatz

Vom 1 Bismarckplatz aus gehen Sie auf der linken Seite über die Theodor-Heuss-Brücke. Etwa in der Mitte angekommen, blicken Sie über das Brückengeländer auf die 2 Neckarwiese, und schon breitet sich der Sommer vor Ihren Augen aus. Um an dem süßen Leben teilzunehmen, gehen Sie die Treppe am Ende der Brücke hinunter und genießen für ein Weilchen den Flussblick.

Von der Neckarwiese aus spazieren Sie die Lutherstraße entlang direkt zum schönen 3 Marktplatz Neuenheim, also genau ins Herz des feinen Viertels Neuenheim. Hier scheint mittwochs und samstags der ganze Stadtteil auf den Beinen zu sein: Kulinarisches aus der Region wird auf dem Markt vor der bezaubernden Kulisse kleiner Gassen feilgeboten.

WEin anschließender Bummel durch die 4 Ladenburger Straße macht Spaß und Appetit: Bäckereien, Konditoreien und Feinkostgeschäfte laden zu allerlei Köstlichkeiten ein. Versorgen Sie sich in der Fromagerie La Flamm (Mo–Fr 9.30–18.30, Sa 8–13.30 Uhr | Hausnr. 6) oder in der Patisserie La Flamm  mit einem Imbiss für unterwegs – Herzhaftes oder Süßes, wie es Ihnen gefällt. In der Bar Centrale (Mo–Do 8–1, Fr/Sa 8–3, So 9–1 Uhr | Hausnr. 17 | www.barcentrale-hd.de) gibt es guten Cappuccino und einen Logenplatz am Fenster.

Auf diese oder andere Weise gestärkt, überqueren Sie nun die Brückenstraße und gehen weiter auf der Ladenburger Straße bis zur 5 Bergstraße. Wenden Sie sich nach links und schlendern Sie in diesem ruhigen Teil Neuenheims in nördlicher Richtung bis nach Handschuhsheim. Auf Ihrem Weg kommen Sie vorbei an den schönsten und auch architektonisch interessantesten Villen der Stadt. Ganz anders ist das Bild in Handschuhsheim um die 6 Tiefburg herum, wo ein liebenswertes dörfliches Milieu lebendig ist. Hier sind die Straßen enger und die Häuser kleiner, und die Einwohner sind traditionell mehr der Landwirtschaft als der Universität verbunden. In direkter Nachbarschaft zur Tiefburg liegt eine kleine grüne Oase, der 7 Graham-Park mit einem malerischen Schlösschen. Nehmen Sie Platz auf einer Bank, genießen Sie Ihre mitgebrachte Stärkung – vielleicht ein knuspriges Teigteilchen? – und lassen Sie hier den Rest des Nachmittags verstreichen.

In gemütlichen Kneipen, idyllischen Biergärten und kleinen Restaurants wird Gutes aus Kurpfälzer Töpfen und Pfannen serviert! Eine deftige Vesper, ein kühles Bier oder ein Viertele aus Trauben von der Bergstraße bekommen Sie im 8 Alt Hendesse, wo Studenten mit waschechten Handschuhsheimern am selben Tisch sitzen. Nach „Weck, Worscht un Woi“ bringt Sie die Straßenbahn bequem zum 1 Bismarckplatz zurück.

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Bildnachweis:

Jesuitenkirche - mauritius images / United Archives

Alte Brücke - mauritius images / imageBROKER / Julie Woodhouse

Marktplatz, Heiliggeist Kirche - mauritius images / Travel Collection / Tim Langlotz