Sehenswürdigkeiten in Weimar

 

Weimar ist eine Stadt für Fußgänger. Fast alle Sehenswürdigkeiten drängen sich auf dem kleinen Raum von etwa 1,2km2 – so übersichtlich, dass selbst die Stadtführungen meist zu Fuß erfolgen.

Obwohl alles dicht beieinander liegt, sollten Sie Ihre Zeit großzügig kalkulieren. Wer Weimar kennenlernen will, darf nicht nur die Fassaden betrachten. Oft lohnen sich Blicke in versteckte Winkel, etwa in die Luthergasse, wo das Weihnachtslied „O du fröhliche“ entstand, oder in Herders Hausgarten.

Zeit sollten Sie sich auch für Museumsbesuche nehmen, etwa für Rundgänge durch die Wohnhäuser Goethes und Schillers. Aber selbst wenn Sie im Eiltempo durchmarschieren, schaffen Sie kaum alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag. Auch dann nicht, wenn Sie mittags auf dem Marktplatz nur zu einer der berühmten Rostbratwürste vom Holzkohlegrill greifen.


Inhaltsverzeichnis


Top Sehenswürdigkeiten in Weimar

Goethe-Museum Weimar


Goethe-Nationalmuseum

Zu Weimars bekanntestem Museum, dem Goethe-Nationalmuseum, gehören das Wohnhaus von Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) mit dem Hausgarten, der sogenannte Sammlungsbau von 1913 und der 1935 als Goethe-Museum errichtete Anbau, in dem seit jeher Ausstellungen zu Goethe und der Weimarer Klassik gezeigt werden. Im Nationalmuseum wird der gesamte Nachlass des Dichters, mit Ausnahme der Handschriften, aufbewahrt. Die Sammlungen zur bildenden Kunst umfassen 26 500 Objekte, die zu den Naturwissenschaften 23 000.

Goethes Wohnhaus: In dem 1709 errichteten Haus wohnte Deutschlands bedeutendster Dichter fast 50 Jahre lang. Bereits 1885 wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die sogenannten Christianezimmer bewohnte Goethes Lebensgefährtin und spätere Ehefrau, das Junozimmer diente als Empfangssalon und Musikzimmer. Im Hinterhaus liegen Goethes Arbeitsräume, zu denen nur die Familienmitglieder und wenige Freunde Zutritt hatten. Goethe richtete die niedrigen, engen Kammern bescheiden ein. In einem Gespräch mit seinem Privatsekretär Johann Peter Eckermann sagte er: „… prächtige Zimmer und elegantes Hausgerät (sind) etwas für Leute, die keine Gedanken haben und haben mögen“.

Vom Vorzimmer aus blickt man in die (Besuchern nicht zugängliche) Bibliothek mit etwa 6000 Bänden und in das Arbeitszimmer, in dem so bedeutende Werke wie „Wilhelm Meisters Wanderjahre“, die „Wahlverwandtschaften“ und der „Faust“ entstanden. Beide Räume sind im Originalzustand erhalten. In dem bescheidenen Schlafzimmer starb Goethe in den Mittagsstunden des 22. März 1832 in seinem Sessel sitzend. Der Garten an Goethes Wohnhaus ist seit 1886 für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine schöne Einführung in das Haus und seine Geschichte bietet der fünf Minuten dauernde Film „Goethe als Gestalter seines Wohnhauses“, der im Vorführraum im Hof in einer Endlosschleife läuft.

Goethe-Ausstellung Lebensfluten – Tatensturm: Die Dauerausstellung, betitelt nach einer Stelle aus dem „Faust“, führt in sieben Themenwelten in die Zeit um 1800 und zeigt Goethe als Zeugen der einsetzenden Moderne. Er wird nicht nur als Dichter, sondern auch als Politiker, Künstler und Naturforscher porträtiert. Zu sehen sind rund 500 originale Objekte aus seinen kunst- und naturwissenschaftlichen Sammlungen sowie persönliche Erinnerungsstücke. Ein Medienguide begleitet Sie durch die Ausstellung. Jeden letzten Freitag im Monat von 12 bis 12.30 Uhr werden in der Reihe „Kunstpause – Kostbares und Kurioses bei Goethe“ Objekte aus den Sammlungen des Dichters vorgestellt.

Sommer Di–So 9.30–18, Winter 9.30–16 Uhr | Führungen durch die Ausstellung Di, Do, Fr 13 Uhr | Frauenplan 1

Hafis-Goethe-Haus 

Weimars jüngstes Denkmal liegt ein wenig versteckt und ist deshalb weitgehend unbekannt. Im Juli 2000 wurde es durch den Staatspräsidenten des Irans und den deutschen Bundespräsidenten eingeweiht. Zu sehen sind hier zwei Stühle: Sie erinnern an die Begegnung Goethes mit dem Werk des persischen Nationaldichters Hafis (1326–1390). Dessen Arbeiten inspirierten Goethe zu seiner Gedichtsammlung „West-östlicher Diwan“. Das Denkmal soll kulturelle Toleranz symbolisieren.

Beethovenplatz

Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar

Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek

Im festlichen Rokokosaal (Di–So 9.30–14.30 Uhr | Audioguide im Eintrittspreis enthalten), einem der beeindruckendsten Bibliothekssäle Deutschlands, verschmelzen Architektur, bildende Kunst und Bücher zu einem Gesamtkunstwerk, erhält der Besucher in wechselnden Ausstellungen Einblicke in den etwa eine Million Bücher umfassenden Bestand. Die Bibliothek erlangte vor allem durch Herzogin Anna Amalia Bedeutung.

Das historische Bibliotheksgebäude ist durch zwei unter dem Platz der Demokratie befindliche Tiefenmagazine mit dem Roten und Gelben Schloss sowie der Neuen Wache verbunden, die mit dem in den Innenhof gesetzten Bücherkubus ein modernes Studienzentrum bilden. Bis zu dessen Fertigstellung Anfang 2005 waren nur etwa 20 Prozent der Bücher im Hauptgebäude untergebracht, der Rest in über die Stadt verteilten Magazinen. Schlagzeilen lieferte die Bibliothek durch den verheerenden Großbrand am Abend des 2. Septembers 2004, bei dem die Flammen rund 50 000 kulturgeschichtlich einmalige Bücher für immer vernichteten. Seit Ende 2007 steht das aufwendig restaurierte historische Gebäude den Besuchern wieder offen.

Eintrittskarten für den Rokokosaal können Sie über die Besucherinformation der Klassik-Stiftung bestellen, sie sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Einzelbesucher haben dennoch eine Chance: Für sie gibt es täglich ein Kartenkontingent von ca. 70 Tickets an der Kasse im historischen Bibliotheksgebäude. Der Verkauf beginnt um 9 Uhr. Insgesamt ist der Zugang zum Rokokosaal auf ca. 290 Personen pro Tag begrenzt.

Wechselnde Ausstellungen finden im Renaissancesaal (Di–So 9.30–17 Uhr) statt. Platz der Demokratie 1 | www.klassik-stiftung.de

Markt Weimar

Markt

Die „gute Stube der Stadt“ ist Treffpunkt der Einheimischen und Touristen. An der Westseite steht das Rathaus, gegenüber liegen das Stadthaus und das Mitte des 16. Jhs. entstandene Cranachhaus, ein farbenfrohes Doppelhaus mit zwei charakteristischen Giebeln. Zu seinem Namen kam der Renaissancebau, weil der Schwiegersohn Lucas Cranachs d. Ä. der Bauherr war. Der berühmte Maler verbrachte sein letztes Lebensjahr in dem Haus Markt 11/12, seine Malstube befand sich im dritten Stock. An der Südseite des Markts steht das traditionsreiche Hotel Elephant, in dem seit jeher alle berühmten Gäste der Stadt wohnen und dessen Restaurants Elephantenkeller und Anna Amalia überregionalen Ruf besitzen.

Im Blickpunkt des Markts steht seit jeher der Neptunbrunnen, der bekannteste der zahlreichen Weimarer Brunnen. Tausende von berühmten und unbekannten Gästen der Stadt sind an ihm schon vorbeigelaufen oder haben sich vor ihm fotografieren lassen. Der Löwe, der den 1570 fertiggestellten Brunnen zierte, musste 1774 der Neptunfigur mit dem Dreizack weichen.

Das Haus Nummer 15, zum Platz der Demokratie gelegen, ist das Rote Schloss, heute mit grauem Putz versehen. Das Renaissancegebäude mit einem schönen Portal entstand, wie auch das sich anschließende Gelbe Schloss (Zugang vom Platz der Demokratie), als Herzoginnenwitwensitz. Das Rote Schloss wurde in die Erweiterung der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek einbezogen.

Montags bis samstags findet ein ausgedehnter Obst- und Blumenmarkt statt, der dem Stadtbild einen bunten Tupfer verleiht. An diesen Tagen zieht von mindestens drei Bratwurstständen der Duft der Thüringer Rostbratwürste über den Platz. Ausländische Gäste versammeln sich vor allem am Stand von Lutz Teufel – nicht etwa, weil auf dem Dach eine Riesenbratwurst lockt, sondern weil werbewirksam die Worte „Thüringer Bratwurst“ auf chinesisch, koreanisch, japanisch, englisch und russisch zu lesen sind.

Historischer Friedhof

Der Friedhof ist eine der bedeutend­sten Begräbnisstätten in Deutschland, denn hier ruhen zahlreiche Persönlichkeiten der deutschen Geistes- und Kunstgeschichte. 1818 als Neuer Friedhof vor dem Frauentor eröffnet, wurde er nach und nach zum Hauptfriedhof erweitert, der älteste Teil wird jedoch bis heute Historischer Friedhof genannt.

Gleich links neben dem Eingang erinnert die Gedächtnishalle an die im Ersten Weltkrieg Gefallenen. Eine Lindenallee führt zur Fürstengruft, in der die Sarkophage Goethes und Schillers neben den Särgen der Fürstenfamilie stehen. Angrenzend liegt die Russisch-­orthodoxe Kapelle, hier ist Großherzogin Maria Pawlowna in heimatlicher, russischer Erde begraben. An der westlichen Mauer befindet sich die Grabstätte der Familie Goethe. Goethes Wegbegleiterin Charlotte von Stein ruht hier ebenso wie der Baumeister Clemens Wenzeslaus Coudray. Links neben der Fürstengruft finden Sie das Grab von Johann Peter Eckermann, dem langjährigen Vertrauten und Mitarbeiter Goethes.

Tgl. März–Sept. 8–21, Okt.–Feb. 8–18 Uhr | Am Poseckschen Garten

 

Haus am Horn

Dieses Gebäude ist das einzige Architekturbeispiel, das in Weimar an das Wirken des Bauhauses erinnert. Bauhausdirektor Walter Gropius plante Anfang der 1920er-Jahre eine Siedlung, doch das Projekt wurde nicht verwirklicht. Lediglich das Haus am Horn, entworfen vom damals jüngsten Bauhausmitarbeiter Georg Muche und heute auf der Welterbeliste der Unesco, entstand 1923 als Musterwohnhaus. An der Errichtung und Ausstattung waren alle Werkstätten des Bauhauses beteiligt. Nach einer umfangreichen Sanierung dient das bungalowähnliche Bauwerk seit 1999 der Bauhaus-Universität als Ausstellungshaus.

April–Okt. Mi, Sa, So 11–18 Uhr | Am Horn 61 

 

Palais Henneberg 

Für Architekturinteressierte ist das Palais Henneberg ein Muss, denn das 1913/14 entstandene Haus hat der belgische Architekt Henry van de Velde entworfen. Die Villa gilt als eines der Vorbilder der Postmoderne. Benannt ist sie nach ihrem Bauherrn, dem Freiherrn von Henneberg, der sie nach dem Ersten Weltkrieg verkaufte. Das Gebäude beherbergt heute einen Waldorfkindergarten.

Gutenbergstr. 1a

 

Gedenkstätte Buchenwald

Die weiträumige Anlage auf dem Ettersberg, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, erinnert an mehr als 250 000 Menschen, die von 1937 bis 1945 im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert waren. Etwa 56 000 von ihnen kamen ums Leben. Die Nationalsozialisten hatten das KZ ab 1937 errichtet, die Häftlinge wurden seit 1943 in Buchenwald und in seinen insgesamt 136 Außenkommandos rücksichtslos in der Rüstungsindustrie ausgebeutet.

Von August 1945 bis 1950 nutzte die sowjetische Besatzungsmacht das Gelände als Internierungslager, in dem schuldige und vermeintlich schuldige Nationalsozialisten, aber auch willkürlich verhaftete Personen, unter ihnen Frauen und Jugendliche, inhaftiert waren. Von den etwa 28 000 Häftlingen starben mehr als 7000 vor allem an Krankheiten und Unterernährung. Sie wurden in Massengräbern verscharrt. Gegenüber diesem Gräberfeld entstand 1997 ein eigenes Ausstellungsgebäude, in dem die Geschichte des Internierungslagers dokumentiert ist.

Ab 1954 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald geschaffen, die heute schlicht Gedenkstätte Buchenwald heißt. Zum ehemaligen Lager führt die 1939 von Häftlingen ausgebaute „Blutstraße“, die teilweise noch original erhalten ist. Man betritt das Lagergelände durch das Tor mit der verhöhnenden Inschrift „Jedem das Seine“. Informations- und Gedenktafeln sowie Gedenksteine erinnern an bedeutsame Orte und Ereignisse. Lagerbaracken sind nicht mehr vorhanden, ihre Grundrisse wurden durch Kupferschlacke markiert. Erhalten sind das Torgebäude mit dem Arrestzellenbau und Gedenkzellen für die hier ermordeten Häftlinge, die Häftlingskantine sowie das Krematorium mit einem museal gestalteten Nebengebäude. Das Desinfektionsgebäude beherbergt eine Kunstausstellung, im Kammergebäude ist die neu gestaltete Dauerausstellung „Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945“ zu sehen.

Vom KZ aus führt der Weg zur Südseite des Ettersbergs. Dort befindet sich eine monumentale Denkmalanlage, in die drei große Massengräber einbezogen wurden. Im Mittelpunkt erhebt sich das von dem Bildhauer Fritz Cremer gestaltete Denkmal (1958). Es vereint elf aus Bronze gegossene Figuren, die den Widerstandskampf im Lager darstellen. Krönung der gesamten Anlage ist der 50 m hohe Glockenturm mit einer Bronzeplatte im Inneren, unter der sich Erde aus anderen Konzentrationslagern befindet. Ein Museum am Eingang zum Mahnmal informiert über die Geschichte der Gedenkstätte Buchenwald seit 1945. Im Kino der Gedenkstätte wird mehrmals täglich ein Einführungsfilm (Dauer 30Min.) gezeigt. Die Besucherinformation am Parkplatz hält Informationsmaterial und Audioguides bereit und berät vor dem Rundgang. Der Besuch der Gedenkstätte sowie der Ausstellungen ist kostenlos.

Besichtigung der Außenanlagen tgl. bis Einbruch der Dunkelheit, Öffnungszeiten der musealen Einrichtungen: Di–So April–Okt. 10–18, Nov.–März 10–16, Führungen April–Okt. 10.30, 11.30, 13.30, 14.30, März, Nov. 10.30, 13.30, Dez.–Feb. 11.30 Uhr | 10km nördl. von Weimar | Bus 6 | www.buchenwald.de

Top Bewertungen

in Weimar

 

 

Jenaer Str. 56
99425 Weimar, Parkvorstadt

Einkaufen in Weimar


Wochenmarkt

Händler bieten auf dem Marktplatz zwischen Rathaus und Cranachhaus Obst und Gemüse, Blumen und Keramik sowie im Herbst die beliebten Zwiebelzöpfe an. Auf der Suche nach einem hübschen Souvenir werden Sie hier fündig. Stärken können Sie sich an den Rostbratwurstständen.

Mo–Fr 8–17, Sa 8–14 Uhr


Caféladen

Der Duft weist dem Genießer den Weg: Sie bekommen sortenreine Kaffees in ausgesuchter Spitzenqualität aus allen Regionen der Welt sowie Zubehör. Zum Probieren lädt die Kaffeebar ein.

Karlstr. 8 | www.cafeladen-weimar.de
 

Thüringer Spezialitätenmarkt

Ob Wurst oder Bier, Konfitüre oder Senf – hier gibt es ausschließlich Thüringisches. Mehr als 500 traditionsreiche Produkte aus der Region sind im Angebot. Der Clou: Sie können auch ganze Geschenkkisten kaufen.

Kaufstr. 9 | www.thueringer-spezialitaeten.de


Freizeit & Sport in Weimar

Weimar mit seinem herrlichen Park an der Ilm im Zentrum bietet sich zum Joggen geradezu an. Hier pumpen Ihre Lungen nur frische Luft und keine Autoabgase. Am günstigsten liegt der Zugang in der Nähe der Ackerwand. Er ist von vielen Hotels bequem zu erreichen. Wer mit dem Auto von außerhalb kommt, parkt am besten in der Tiefgarage unter dem Beethovenplatz. Von dort ist es nur ein Katzensprung zum Park. Richtig ins Schwitzen kommen Sie, wenn Sie bis zur Schaukelbrücke laufen, dort die Ilm überqueren und auf der östlichen Parkseite zurücktraben, um über die Sternbrücke wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen. Wenn Sie am frühen Vormittag oder späten Nachmittag joggen gehen, begegnet Ihnen oft auf weiten Strecken keine Menschenseele. Mit den zwitschernden Vögeln sind Sie allein. Vorsicht ist nirgends geboten, denn Radfahrer und Hunde kommen Ihnen kaum in die Quere. Sie sind schließlich auf geschützten Pfaden unterwegs: Der Ilmpark gehört zum Unesco-Welterbe, und da ist vieles nicht erlaubt.


Weimar am Abend


Cielo-Lounge

Gute Cocktails und romantische Stimmung: Die Lounge ist der richtige Ort für einen Drink zum Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Obere Schlossgasse 1 | Tel. 03643 4901945 | www.cielo-weimar.com


Zum Falken

Wer möchte, nimmt sich eines der an den Wänden hängenden Instrumente und spielt zur Unterhaltung auf. Hin und wieder Livemusik.

Trierer Str. 7 | Tel. 03643 505566


Loft Tapas & Meer

Hier bekommen Sie exzellente Cocktails und spanische Spezialitäten wie Tapas.

Happy Hour Mo–Sa 17–19.30 Uhr | Carl-August-Allee 12 | Tel. 03643 776437 | www.loft-weimar.de


Lichthaus-Kino

Im ehemaligen Straßenbahndepot neben dem E-Werk befindet sich das unkonventionelle Programmkino. Zu sehen sind anspruchsvolle Filme, im Sommer auch unter freiem Himmel. Im Mai findet das Backup-Festival mit experimentellen Kurzfilmen und Videos statt.

Am Kirschberg 4 | www.lichthaus.info


Deutsches Nationaltheater

Das Dreispartenhaus – Musik, Theater, Tanz – zeigt sich in seinem Repertoire seiner großen klassischen Tradition verpflichtet, auf dem Spielplan stehen aber auch moderne Inszenierungen. Das Angebot reicht von Schauspiel über Oper und Operette, Musical und Ballett bis hin zu Kindertheateraufführungen.

Theaterplatz 2 | Ticketservice Tel. 03643 755334 | Ticketservice Tourist-Information Tel. 03643 7450 | www.nationaltheater-weimar.de
 

E-Werk

Die Spielstätte des Deutschen Nationaltheaters im ehemaligen Elektrizitätswerk ist besonders beim jüngeren Publikum beliebt. Junge Regisseure und Choreographen finden einen alternativen Spielraum für unkonventionelle Projekte.

Am Kirschberg 4 | Abendkasse Tel. 03643 748900


Theater im Gewölbe

Im sogenannten Cranach-Gewölbe finden nur etwa 60 Zuschauer Platz. Sie erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das vor allem das Leben und Schaffen Goethes und Schillers thematisiert.

Markt 11–12 | Tel. 03643 777377 | www.theater-im-gewoelbe.de


Weimar mit Kindern


Andilli-Kinderland

Andilli heißt der kleine Affe, der zum Maskottchen der Kindererlebniswelt im Einkaufszentrum Atrium avanciert ist. Auf 1200 m2 locken Kletterturm und Trampolin, Hüpfburg und Elektrokartbahn, Fußballplatz und Lerncomputer, ein Fahrsimulator und ein Pool aus Bällen.

Di–Fr, So 14–18, Sa 10–18 Uhr | Eintritt Kinder 3 Euro, erwachsene Begleitpersonen frei | Friedensstr. 1 | Tel. 03643 775690 | www.andilli-kindererlebniswelt.de
 

Kletterwald Hohenfelden

Netzbrücken, Affenschaukeln, Wackelbalken, Kletterwand, Tarzanseil und Winkelwege: Das alles zu bewältigen, kostet ein bisschen Überwindung. Ist aber der erste Schritt getan, macht es einen Riesenspaß, sich im Kletterwald Hohenfelden in bis zu 15 m Höhe von Baum zu Baum zu hangeln und die sieben verschiedenen Parcours zu erobern.

April–Mitte Mai, Sept.–Anfang Nov. Di–So 10–20, Mitte Mai–Aug. tgl. 9.30–20.30 Uhr | Eintritt Erw. 19 Euro, Kinder 13 Euro | Am Stausee | Hohenfelden | 15km von Weimar entfernt | Tel. 0174 6722629 | www.aktivpark-hohenfelden.de


Palais Schardt

Wie Oma einst einkaufte, zeigt der Tante-Emma-Laden mit seinen unzähligen Regalen und Schubkästen. Und der Bauernhof von 1920 lässt erahnen, wie hart das Dorfleben vor fast 100 Jahren war. Andere Ausstellungsstücke im Puppenstubenmuseum geben Einblick in das frühere bürgerliche Familienleben. Hunderte von Gegenständen aus vergangenen Tagen werden im Museum Palais Schardt gezeigt, das ebenfalls in dem historischen Haus untergebracht ist.

Jan.–März Fr, Sa, April–Okt. Di, Do–Sa, Nov., Dez. Di, Fr, Sa 13–16 Uhr | Eintritt Erw. 3,50 Euro, Kinder 6–12 Jahre 0,50 Euro | Scherfgasse 3 | Tel. 03643 902279 | www.goethepavillon.de


Thüringer Zoopark Erfurt

Eine ganze Affenbande empfängt die Besucher auf dem Berberberg. Vorsicht ist angebracht, denn schnell angeln sich die Tiere etwas aus Ihren Taschen. Mehr als 180 Tierarten tummeln sich in Thüringens größtem Tiergarten, zu dem auch ein großes Aquarium gehört. Ein Besuch im Zoo ist eine Reise um die Welt. Bei den Kleinen besonders beliebt: die Westafrikanischen Zwergziegen, die regelrecht auf Streicheleinheiten warten.

Tgl. März–Okt. 9–18, Nov.–Feb. 9–16 Uhr | Eintritt Erw. 9,50 Euro, Kinder 5 Euro, Familien 25 Euro | Am Zoopark 1 | Erfurt | Tel. 0361 751880 | www.zoopark-erfurt.de


Touren in Weimar


Auf Feiningers Spuren

Den amerikanischen Maler Lyonel Feininger faszinierte die Gegend. Er radelte oft durchs Weimarer Land und verewigte viele der alten Dorfkirchen in seinen Kunstwerken. Treten Sie wie er in die Pedale, besuchen Sie seine Lieblingsmotive, und vergleichen Sie sie mit seinen Bildern, die vor Ort auf Glastafeln zu sehen sind.

START:

Bauhaus-Universität

ZIEL:

Bauhaus-Universität

Strecke:

30 km, mittel, Höhenmeter: 260 m

Dauer:

1 Tag, reine Fahrzeit: 3 Stunden

Kosten:

Ca. 45 Euro/Person (Essen und Trinken, Fahrradmiete)

Mitnehmen:

Wasser, Sonnenschutz

Achtung:

Der Radweg ist ausgeschildert mit einem stilisierten Radfahrer über einem gelben Querbalken. Fahrradverleih inklusive Lieferservice über die Tourist-Information Weimar

Von der 1 Bauhaus-Universität fahren Sie vorbei am Historischen Friedhof, biegen links in die Humboldtstraße und von dort in die Gutenbergstraße ein. Am Haus 2 Gutenbergstraße 16 erinnert eine Gedenktafel an das ehemalige Wohnhaus der Familie Feininger. Wenden Sie sich nach links in die Shakespearestraße, und radeln Sie an der Buswendeschleife hinunter ins Kirschbachtal nach 3 Niedergrunstedt. Die Kirche war Motiv für Lyonel Feininger, Sie sollten sich aber auch den Innenraum nicht entgehen lassen: Decke und Empore sind mit originellen Verzierungen bemalt. Im Hofatelier (Sa, So 14–18 Uhr | Schulweg 4 | www.hofatelier-online.de) nebenan, in dem Sie auch den Schlüssel für die Kirche bekommen, stellen Künstler aus und beleben den kleinen Ort mit Veranstaltungen.

Die Dorfstraße zweigt rechts nach Gelmeroda ab, von Weitem grüßt der Turm der 4 Kirche Gelmeroda. Die hatte es Feininger besonders angetan. Eine Ausstellung bringt Ihnen die Arbeit des Künstlers nahe. Vom Radweg an der B 85 biegen Sie nach ca. 250 m links nach Possendorf ab. Die 5 Kirche Possendorf mit ihrem wertvollen Schnitzaltar aus der Zeit um 1500 inspirierte Feininger auch nach seiner Rückkehr in die USA zu zahlreichen Arbeiten. Am Landhotel Possendorf radeln Sie den Rosenbergweg hoch und auf dem Plattenweg nach Vollersroda. Vier Bilder malte Feininger von der 6 Kirche Vollersroda aus dem 15. Jh. Bei der Weiterfahrt nach Süden genießen Sie von der Höhe schöne Ausblicke auf die bewaldeten Hügel des Landschaftsschutzgebiets Mittleres Ilmtal.

Folgen Sie dem etwas holprigen Waldweg, der vor der abfallenden Pflasterstraße nach rechts abgeht, bis zum Ende. Dort lädt Sie das 7 Waldgasthaus Balsamine zu einem leckeren, frisch zubereiteten Lunch ein. Wieder zurück auf der abschüssigen Hauptstraße fahren Sie nach 8 Buchfart, bekannt durch seine überdachte Holzbrücke aus dem Jahr 1818. Gleich daneben klappert die historische Mühle (Weimarische Str. 1 | www.buchfarter-muehle.de). Was sie Hochwertiges herstellt, finden Sie im Mühlenladen (Fr 10–18, Sa, So 11–18 Uhr) auf der anderen Ilmseite. Freitags ist Backtag, dann gibt es frisches Brot und Kuchen.

Jetzt geht es einen steilen Anstieg hinauf, durch Wald, vorbei am Campingplatz und wieder bergab nach Oettern. Hier folgen Sie der Ausschilderung nach 9 Mellingen. Am Ortseingang sehen Sie einen spektakulären Turm aus farbigen Rohren, den Feiningerturm. Das Kunstwerk schuf der Schweizer Künstler Marcel Kalberer als Beitrag zum Weimarer Kulturhauptstadtjahr 1999. Die wuchtige Dorfkirche Sankt Georg ist ein weiteres Motiv Feiningers. Entlang der Ilm erreichen Sie über Taubach 10 Oberweimar. Machen Sie Pause am Café Kipperquelle und stärken Sie sich unter alten Kastanien und Linden mit einer Erfrischung und einem Snack. Danach radeln Sie zur Oberweimarer Kirche Sankt Peter und Paul und weiter zur historischen Steinbrücke, die Feininger besonders liebte.

Sie überqueren die Steinbrücke und fahren auf dem Radweg an der Belvederer Allee zurück zur 1 Bauhaus-Universität.

 

Durch den Park an der Ilm

Der Park an der Ilm hat sich seit Goethes Zeiten kaum verändert. Auf einem ausgiebigen Spaziergang genießen Sie nicht nur die Natur, sondern entdecken auch viele Sehenswürdigkeiten im und rund um den englischen Landschaftspark.

START:

Café Wünsch Dir Was

ZIEL:

Gretchens Restaurant & Café

Strecke:

5,5 km

Dauer:

1 Tag, reine Gehzeit: 1 1/2 Stunden

Kosten:

Ca. 170 Euro/Person (Eintritte, Essen und Trinken, Massage)

Mitnehmen:

Bequeme Schuhe, Sonnenschutz, Badesachen

Achtung:

Melden Sie die Behandlung im Wellness-Tempel Weimar vorab unter Tel. 03643 7222900 an.

Beginnen Sie die Tour mit einem Frühstück im 1 Café Wünsch Dir Was (Mo geschl. | Kaufstr. 20 | Tel. 03643 4 43 74 17 | www.cafe-wuensch-dir-was.de). Im nostalgischen Flair der ehemaligen Drogerie Wünscher stellen Sie beim Frühstück zum Puzzeln Ihre Lieblingsleckereien selbst zusammen.

Gut gestärkt biegen Sie von der Kaufstraße nach links in die Schlossgasse ein, queren an deren Ende die Straße und gehen hinterm Stadtschloss nach rechts. Jetzt noch über die historische 2 Sternbrücke (1651–53) und die Stufen hinab – und zu Ihren Füßen liegt die grüne Oase. Nehmen Sie den Weg nach links, schon bald sehen Sie die 3 Läutraquelle und die künstliche 4 Sphinxgrotte (1786) mit der Sprudelquelle.

Über den „Stern“ genannten breiten Weg erreichen Sie 5 Goethes Gartenhaus, das geliebte Refugium des Dichters in der Natur. Auf dem Corona-Schröter-Weg laufen Sie bis zur nächsten Abzweigung und wenden sich nach links bergauf zum 6 Haus am Horn. Das Musterhaus von 1923, das auf der Welterbeliste der Unesco steht, lohnt einen Abstecher, denn es ist das einzige gebaute Zeugnis der Bauhaus-Architektur in Weimar.

Der Corona-Schröter-Weg führt Sie ans Parkende, weiter auf der Ilmstraße erreichen Sie das 7 Deutsche Bienenmuseum. Zeit für eine Stärkung! Im Café Immenhof genießen Sie regionale Küche aus frischen Produkten. Anschließend tauchen Sie in der Ausstellung in die Welt der Bienen ein und kaufen im Hofladen frisch geschleuderten Honig.

Wieder zurück im Park, wenden Sie sich nach links und gehen über die 8 Schaukelbrücke (1833), eine 14 m lange, freitragende Hängebrücke über die Ilm, zur Belvederer Allee. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erwartet Sie im 9 Leonardo-Hotel Weimar ein entspannendes Zwischenspiel: Lassen Sie sich mit einer Behandlung im Wellness-Tempel Weimar verwöhnen, z. B. der Aroma-Ganzkörpermassage. An der Hotelbar nehmen Sie noch eine Erfrischung zu sich, bevor Sie Ihren Spaziergang durch den Park links der Ilm fortsetzen.

Sie erreichen das 10 Römische Haus, das einem italienischen Landhaus nachgebildet ist. Alles über den Park wissen Sie, nachdem Sie sich die Ausstellung im Untergeschoss angeschaut haben. Hinter dem Haus nehmen Sie die Abzweigung nach rechts, vor der Duxbrücke von 1818 wenden Sie sich nach links und erreichen kurz darauf den 11 Dessauer Stein. Diese 5 m hohe Travertinplatte wurde 1782 zur Erinnerung an den Fürsten von Anhalt-Dessau aufgestellt, dessen Wörlitzer Park als Vorbild für den Ilmpark gilt. Berühmt ist auch der 12 Schlangenstein. „Genio huius loci“ („dem Geist dieses Ortes“) lautet seine verheißungsvolle Inschrift. Herzog Carl August ließ den Stein 1787 nach antikem Vorbild fertigen.

Während Sie weiterlaufen, sehen Sie linker Hand das 13 Tempelherrenhaus, ein Ort künstlerischer Betätigung in der klassischen Zeit. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb nur noch der Turm übrig. Die Wiese davor ist ein beliebter Treffpunkt für Studenten, die in der Sonne liegen oder Musik machen. Setzen Sie sich dazu und lauschen Sie dem Stimmengewirr, das sich mit dem Zwitschern der Vögel mischt. Wenn Sie weiterlaufen, erreichen Sie nach wenigen Metern den Parkausgang an der Pompejanischen Rundbank.

Was gibt es Schöneres, als den Tag in einem netten Restaurant ausklingen zu lassen? Biegen Sie an der Vorderfront des Hauses der Frau von Stein links in die Seifengasse ein, und genießen Sie in der entspannten Atmosphäre von 14 Gretchens Restaurant & Café das leckere Viergängemenü und einen guten Wein.

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Bildnachweis:

Goethe-Museum - mauritius images / Photononstop / J-C.&D. Pratt

Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek - mauritius images / Novarc

Markt - mauritius images / Hiroshi Higuchi