„Hier darf der Mohr noch Mohr sein. Ich finde es gut, wenn die lange Geschichte einer Apotheke nicht wegen der gegenwärtigen Rassismusdebatte umgedeute…t oder gar der Name nebst Figur am Haus geändert bzw. entfernt werden sollte.
Ersterwähnung dieser Apotheke in Hohenstein (damals noch ohne den 1898 hinzugekommenen Stadtteil Ernstthal) ist für das Jahr 1704 belegt, zwei Umzüge der Apotheke führten neben neuen Standorten (stets in Marktnähe) zum seit 1774 bis heute gültigen Namen „Mohren-Apotheke“. Apotheker Carl Friedrich Beckert kaufte 1826 das Haus Altmarkt 18, worin sich die Apotheke bis heute befindet. Elf weitere Apotheker folgten auf Herrn Beckert, im Jahr 2004 erwarb die heutige Inhaberin Frau Pönitz die Räumlichkeiten und ist seither hier und in einer weiteren Apotheke in Hohenstein-Ernstthal tätig.
Wie auf den Fotos ersichtlich befindet sich das Haus neben dem Markt in ziemlicher Hanglage. Das bedeutet, viele Treppen vom Fußweg bis zum Eingang. Bis etwa 1980 mussten Kunden diese Beschwerlichkeit auf sich nehmen, seither gibt es neben dem Haupteingang zusätzlich einen Personenaufzug. Dieser kann am flachen Teil der Dresdner Straße betreten werden und führt über eine Etage direkt in den Verkaufsraum der Apotheke. Sehr hilfreich.
Drinnen angekommen gibt es einen nicht allzu großen Verkaufsraum. Das übliche frei verkäufliche Sortiment (Tee, Salben, Nahrungsergänzung und vieles mehr) ist in Glasvitrinen präsentiert. An der Verkaufstheke werden Rezepte eingelöst, Beratung durchgeführt und kassiert. Alles geht angenehm ruhig und freundlich ab. Serviceleistungen wie Blutdruckmessung, Glucotest sowie kostenlose Anlieferung nicht vorrätiger Medikamente im Stadtgebiet werden angeboten. Zahlung ist in bar oder mit EC- bzw. Kreditkarte möglich.”
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