
0137-Nummer: Die Sonderrufnummer für Dienste des Massenverkehrs

Was sind 0137-Nummern?
Das sind Rufnummern für Massenverkehrsdienste, auch MABEZ-Rufnummern genannt. MABEZ bedeutet „Massenverkehr zu bestimmten Zielen“. Nummern mit der Telefonvorwahl 0137 werden oft als Televoting-Nummern bezeichnet, weil sie in erster Linie für Gewinnspiele und Abstimmungen der Zuschauer von TV-Sendern genutzt werden. Rufen Sie eine 0137-Nummer an, entstehen Kosten für Ihren Anruf.
Info: 0137-Verbindungen sind darauf ausgelegt, ein hohes Verkehrsaufkommen in einem oder mehreren kurzen Zeitintervallen zu bedienen. Sie zeichnen sich durch eine kurze Verbindungsdauer aus. Mithilfe von 0137er Nummern sollen möglichst viele Anrufe möglich gemacht werden, ohne das Netz zu überlasten.
Für den Anruf einer 0137-Rufnummer entstehen Gebühren. Diese sind in ihrer Höhe fix und fallen pro Anruf an. Diese Kosten werden über Ihre Telefonrechnung abgerechnet.

Was ist 0137 für eine Vorwahl?
Auch wenn es vielleicht den Anschein hat, die 0137 ist keine Vorwahl für Handynummern. Sie ist kostenpflichtig und man nutzt sie für besondere telefonische Services, vor allem für Massenanrufe. Die 0137 ist eine Sonderrufnummer für unter anderem Hotlines von Gewinnspielen oder Abstimmungen im Fernsehen. Sie ist üblicherweise zeitlich begrenzt und nur für einen bestimmten Anlass eingerichtet. Laut Bundesnetzagentur darf eine 0137-Nummer nicht dauerhaft angeboten werden.

Was kostet eine 0137-Nummer?
Rufen Sie bei einer Nummer mit 0137-Vorwahl an, entstehen dafür immer Kosten in gewisser Höhe. Diese können unterschiedlich hoch sein und richten sich normalerweise nach der Rufnummerngasse. Hier eine Übersicht:
- 0137-1: 14 Cent pro Anruf
- 0137-2 bis 0137-4: 14 Cent pro Minute
- 0137-5: 14 Cent pro Anruf
- 0137-6: 25 Cent pro Anruf
- 0137-7: 1 Euro pro Anruf
- 0137-8: 50 Cent pro Anruf
Info: Was kostet ein Anruf vom Handy auf 0137-Nummern?
Seit 1. April 2022 müssen die Kosten für einen Handy-Anruf auf eine Telefonnummer mit 0137-Vorwahl genauso hoch sein wie die vom Festnetz aus.
Wichtig: Die Höhe der Kosten muss Ihnen am Anfang des Telefonats mitgeteilt werden. Ansonsten können Sie dagegen Einspruch erheben.
Kostenfalle: Wie kann man sein Telefon für 0137-Nummer sperren?
1. Eingehende Anrufe:
Möchten Sie nicht, dass bestimmte Telefonnummern bei Ihnen anklingeln und Sie diese dann unbeabsichtigt und vor allem kostenpflichtig zurückrufen? Dann können Sie diese sperren. Eine allgemeine Anrufsperre ist genauso möglich wie einzelne Teilnehmer, z. B. eine 0137-Nummer, zu sperren.
Wie das bei Ihrem mobilen Gerät genau funktioniert, erfahren Sie in der Betriebsanleitung. In der Regel finden Sie eine Anrufsperre unter „Einstellungen“.
Auch bei Ihrem Festnetz-Telefon ist es möglich, 0137-Nummern zu sperren. Normalerweise können Sie das im Routermenü vornehmen.
2. Abgehende Anrufe:
Um eine Rufnummer mit 0137 nicht anrufen zu können, können Sie Ihr Telefon dafür sperren.
- Telefonhörer drücken.
- *051* eingeben (Code kann je nach Telefonanbieter anders sein).
- Eigene Telefon-Pin eingeben.
- Rautetaste # drücken.
- Ansage abwarten für erfolgreiches Entsperren.
- Auflegen bzw. Hörersymbol drücken.
Hintergrund: Sonderrufnummern wie Telefonnummern mit 0137 sind in den vergangenen Jahren immer wieder zur Abzocke missbraucht worden. Betrüger nutzten sie, um kurz anzurufen, aufzulegen und auf einen Rückruf zu spekulieren. Dieser Rückruf brachte ihnen durch die kostenpflichtige 0137-Nummer Einnahmen ein. Im November 2022 warnte die Verbraucherzentrale vor Anrufen mit dieser Telefonvorwahl. Ein Rückruf führte zu hohen Kosten, auch wenn nicht einmal ein Gespräch zustande kam, sondern nur ein Rauschen oder Knacken zu hören war.
Rufen Sie daher unbekannte Nummern nicht einfach zurück – auch wenn sie durch Hinzufügen der Ländervorwahl für Deutschland wie harmlose Handynummern erscheinen. Mithilfe unserer Rückwärtssuche können Sie unbekannte Anrufer einfach identifizieren. Voraussetzung dafür ist nur, dass diese im Telefonbuch stehen.
Auch bei der Bundesnetzagentur können Sie nachschauen, welche 0137-Rufnummern vergeben sind und an wen.
Info: Betrügerische Anrufe von Rufnummern mit 0137-Vorwahl sind seit 1.12.2022 Geschichte. Das Telekommunikationsgesetz verbietet nun Anrufe von solchen kostenpflichtigen Sonderrufnummern. Wird eine 0137-Nummer übermittelt oder angezeigt, müssen Anbieter mit Beteiligung an einer Telefonverbindung in Deutschland den Anruf abbrechen.
Durch diese Maßnahmen können Nummer mit 0137-Vorwahl nicht mehr für Spam-Anrufe genutzt werden. Diese können nur noch angerufen werden, aber vom Anbieter nicht mehr selbst für Anrufe genutzt werden.
Wie kann man ein Telefon für 0137-Nummern freischalten?
Möchten Sie an einem Gewinnspiel oder einer Abstimmung teilnehmen, aber Ihr Telefon stellt keine Verbindung her? Dann sind 0137-Nummern gesperrt und Sie müssen diese erst freischalten. Kostenpflichtige Sonderrufnummern sind bei einigen Anbietern, hauptsächlich bei Mobilfunk, gesperrt. Dann müssen Sie sich an Ihren Anbieter wenden und diese entsperren lassen.
Genauso kann es sein, dass Sie im Routermenü bei Festnetz-Telefonen oder unter „Einstellungen“ bei mobilen Geräten 0137-Nummern freischalten können.
Wie kann man eine 0137-Nummer beantragen?
0137-Servicenummern sind dazu bestimmt, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Anrufe abzuwickeln. Sie sind daher nicht dauerhaft erlaubt, sondern dürfen nur für einen bestimmten Zeitraum eingerichtet werden. Aus diesem Grund können Sie eine 0137-Nummer nicht kaufen, Sie müssen diese „mieten“. Um dies zu beantragen, wenden Sie sich an die Bundesnetzagentur. Des Weiteren gibt es Unternehmen, die Sie mit dem Einrichten und Verwalten einer 0137-Nummer beauftragen können.
Info: Bei der Bundesnetzagentur finden Sie online eine Liste mit den freien 0137er Rufnummernblöcken.
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